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Brainfood: Nahrung kann beim Denken helfen

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Brainfood

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Viele Menschen essen nicht mehr nur, um satt zu werden oder weil es ihnen gut schmeckt – sie wollen mit gezielter Ernährung fitter, schöner und erfolgreicher werden. Der neueste Trend heißt Brainfood und verspricht geistige Höhenflüge. Doch was ist dran an den Versprechen?


Mediziner und Ernährungsexperten sind sich einig: Was wir essen, beeinflusst unser Gehirn. Wie gut wir uns konzentrieren und wie viel wir uns merken können, hängt auch von der Ernährung ab. Natürlich geben die Gene die intellektuellen Voraussetzungen vor. Aber das Denkvermögen eines Menschen wird neben seiner Erziehung auch von einer weiteren Komponente beeinflusst: der Ernährung.

Die Nervenzellen des Gehirns brauchen wegen ihrer ununterbrochenen Aktivität viel Energie in Form von Glucose, einem einfachen Zuckerbaustein. Sie können diesen Stoff nicht speichern und sind deshalb auf eine stete Zufuhr über das Blut angewiesen. Damit der BlutGlucoseSpiegel konstant bleibt, empfehlen Ernährungsexperten Lebensmittel mit besonders komplexen Zuckern. Diese Mehrfachzucker werden im Körper allmählich in einzelne Glucose-Bausteine zerlegt und gelangen in kleinen Dosen, dafür aber kontinuierlich ins Gehirn. Das verhindert eine unerwünschte Über- oder Unterversorgung des zentralen Nervensystems mit Nährstoffen – die geistige Leistungsfähigkeit hält also lange an. Komplexe Zucker stecken in Vollkorngetreide, Vollkornreis, Kartoffeln, Gemüse und Obst. Ein frisches Müsli aus Getreide und Obst ist also der ideale Start in den Tag.

Lassen Sie mithilfe von Aminosäuren die Informationen fließen

Vergesslichkeit, schlechte Konzentrations- und Merkfähigkeit liegen häufig an fehlenden Nährstoffen. Zum Beispiel wirken Aminosäuren, die kleinsten Bausteine der Eiweiße, direkt oder umgewandelt als Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn. Diese Neurotransmitter lassen die Informationen von Zelle zu Zelle fließen. Da sie gezielt zum Einsatz kommen, sind sie nur in kleinen Mengen vorrätig und müssen ständig neu gebildet werden. Fehlen die Aminosäuren zum Bau der Neurotransmitter, stockt die Signalweiterleitung. Gute tierische Eiweißquellen sind: Fisch und Meeresfrüchte, mageres Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte. Pflanzliches Eiweiß liefern Hülsenfrüchte inklusive Sojaprodukte, Vollkorngetreide und Nüsse.

Stärken Sie Ihre Nerven mit Omega-3-Fettsäuren

Die Nervenfasern sind von einer fetthaltigen Schicht umhüllt. Diese sorgt dafür, dass Signale schnell weitergeleitet werden. Ein Bestandteil dieser Isolierschicht aus Fett ist das Cholesterin, das allerdings in unserer Ernährung bereits mehr als reichlich vorkommt. Ein anderer Bestandteil, das Cholin, sorgt für die Geschmeidigkeit der Nervenhülle. Es ist in den so genannten Omega-3-Fettsäuren enthalten, die in großen Mengen in bestimmten Fischsorten vorkommt. Übrigens: Bereits die Ernährung einer Schwangeren beeinflusst die Entwicklung des Gehirns ihres Kindes. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Omega-3-Fettsäuren hierbei eine wichtige Rolle spielen.

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