Bioprodukte: Ist der Preis gerechtfertigt?
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Viele Menschen wollen sich mit Bio-Kost ernähren. Doch die Lebensmittel sind ihnen schlicht zu teuer. Deshalb entscheiden sich nur etwa 8 % regelmäßig für Bio-Ware - trotz Bio-Supermärkten und Bio-Siegel. Vor allem bei den recht hohen Preisen für Öko Fleisch streiken sie. An der Verkaufsspitze stehen hingegen Milch und Milchprodukte, Obst und Gemüse. Die höheren Erzeugerpreise am Bauernhof sind nicht allein für die Preise verantwortlich, sagen Kritiker. Sie sehen das Problem hauptsächlich in der Vermarktungskette der Bio-Branche. Öko-Ware ist schwieriger zu beschaffen, da die einzelnen Bauern unter Umständen weit auseinander wohnen. Die Zeitschrift „natur & kosmos“ verdeutlicht das am Beispiel Milch: Der Bio-Molkereilaster muss weitere Strecken fahren, um seine Milch abzuholen. Ein herkömmlicher Molkerei-Tankwagen fährt in der gleichen Zeit die dreifache Menge ein.
Handelt es sich bei den weiterverarbeitenden Unternehmen um reine Biobetriebe, sind diese meist klein und arbeiten weniger automatisiert als die Großen. Das dauert länger und braucht mehr Leute. Zudem sind die Auflagen strenger, was zusätzlich Zeit und Geld kostet. Dann kommt der Transport zu den vielen kleinen Bioläden. Auch hier schlägt die Zeit zu Buche. Die Bioläden sind vor allem personalintensiv und müssen meist hohe Mieten zahlen. Das alles schlägt sich im Preis nieder. Soll Bio-Ware billiger werden, muss vor allem hier rationalisiert werden. Die Bio-Branche versichert, sie werde das Problem in den nächsten Jahren lösen.
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