Bioprodukte: Allgemeines
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Natürlich isst es sich besser
Fleischskandale, Pestizide in Obst und Gemüse: Immer wieder gibt es neue Schreckensmeldungen über belastete Lebensmittel. Gleichzeitig schießen Bio-Supermärkte wie Pilze aus dem Boden, und normale Discounter nehmen verstärkt Bio-Produkte ins Sortiment. Was ist dran am Bio-Trend? Und wann ist Bio wirklich Bio? Ich zeige Ihnen, worauf Sie achten müssen – und warum Bio-Produkte so gesund für Sie sind.
Hand aufs Herz: Haben Sie sich im Spätsommer schon einmal als „Dieb“ betätigt? Auf einer Streuobstwiese einen Apfel aufgehoben oder an einem Pflaumenbaum eine Pflaume abgepflückt und dann „aus der Hand“ gegessen? Sicher werden Sie mir dann zustimmen: Das Obst sieht nicht so schön rund und ebenmäßig aus wie das aus dem Supermarkt. Aber es schmeckt viel besser als die auf Hochglanz polierten Äpfel und die makellosen Pflaumen.
Obst, Gemüse und all die anderen Waren, die Sie in einem konventionellen Supermarkt kaufen können, haben einen Nachteil: Sie sind veredelt, speziell zubereitet oder verarbeitet, um möglichst schön auszusehen, damit Sie als Kunde gerne zugreifen und dem Supermarkt möglichst viel Profit bringen. Auf der Strecke bleiben bei solchen Edelwaren aber Geschmack und Vitalstoffe – zu Ihrem Nachteil.
So profitiert Ihre Gesundheit von Bio-Lebensmitteln
Bio hat aber nicht nur einen besseren Geschmack, es ist auch gesünder für Sie:
Biomilch enthält mehr Omega-3-Fettsäuren als normale Milch. Diese Fettsäuren brauchen Sie, weil sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können.
Bio-Obst und -Gemüse hat meist kurze Anfahrtswege. Sie erhalten es frischer, dadurch sind mehr Vitalstoffe enthalten.
Bio-Obst wurde nicht veredelt, um besonders schön und ebenmäßig auszusehen. Dafür enthält es aber auch mehr Antioxidantien, die Ihre Zellen vor freien Radikalen schützen.
Bio-Produkte sind nicht mit Pestiziden in Kontakt gekommen. Gerade die sind es aber, die heute zu den häufigsten Allergieauslösern gehören.
Bio-Fleisch ist sehr begehrt, wird schnell aufgekauft. So können Sie sicher sein, dass es gar nicht erst so alt wird, dass daraus Gammelfleisch entstehen kann.
Aber was genau bedeutet Bio?
Natürlich muss auch konventionell angebautes Obst und Gemüse bestimmte Standards erfüllen. Beim Bio-Anbau allerdings sind viel mehr Kriterien einzuhalten. Bio-Bauern verzichten auf vieles, was in der normalen Landwirtschaft heute üblich ist, nämlich auf
- gentechnisch veränderte Futterstoffe oder Zutaten;
- Bestrahlung von Lebensmitteln, die auch in Deutschland immer noch erlaubt ist;
- chemische Schutzstoffe, seien es Unkrautvernichter oder Insektizide;
- schnell wirksame, hochlösliche Dünger;
- Medikamente in der Tierzucht, zum Beispiel Antibiotika;
- Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Aromastoffe – 300 sind in der EU zugelassen, nur 34 davon werden bei Bio-Produkten verwendet.
Stattdessen steht beim Bio-Anbau das Wirtschaften im Sinne der Natur im Mittelpunkt: das eigentliche Produkt, und auch die Verbraucher sind das Wichtigste. Zudem müssen Bio-Bauern zahlreiche Regelungen beachten. Festgelegt sind unter anderem die Verwendung des Saatguts, die Fruchtfolge, Haltung und Auslauf der Tiere sowie Verwendung von Dünger.