Ballaststoffe: Nicht jeder verträgt sie
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Rund 30 Prozent der Bundesbürger leiden an Verstopfung. Als Hauptursache gilt die zu geringe Aufnahme von Ballaststoffen. Ein Teil der Betroffenen profitiert von einer Ernährungsumstellung. Allerdings gibt es Menschen, die ballaststoffhaltige Kost nicht vertragen. Bei ihnen treten Leibschmerzen, Luft im Bauch und Blähungen auf. Ursachen hierfür sind auf Abnormitäten im Nervensystem des Darmes zurückzuführen, die zu einer sehr starken Verzögerung des Transportes durch den Darm (Slow-Transit-Störung) beitragen.
Ebenfalls sind bei Querschnittgelähmten und Morbus-Parkinson-Patienten Ballaststoffe eine schlechte Behandlungsalternative bei Verstopfung. Auch beim Einsatz von Medikamenten wie opiathaltige Schmerzmittel, Antiepileptika, trizyklische Antidepressiva, Parkinsonmittel oder Blutdruck senkende Präparate, die die Darmtätigkeit hemmen, sollten Sie zunächst einmal etwas weniger essen und dafür mehr Wasser trinken. Erst wenn das nicht ausreicht, sollten Sie nach Absprache mit Ihrem Arzt zu Verdauungsmitteln greifen.