Ballaststoffe: Allgemeines
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Ballaststoffe
GNL5356
Schützende Sattmacher bringen ihre Verdauung auf Trab
Nicht nur Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren halten Ihren Körper fit und gesund. Auch genügend Ballaststoffe sollten ein Bestandteil Ihrer Ernährung sein. Wenn Sie diese in ausreichender Menge auf dem Speiseplan haben, können Sie Ihren Darm ohne Tabletten auf Trab bringen und den Cholesterinspiegel senken.
Ballaststoffe erfordern mehr Kautätigkeit, sorgen für eine stärkere Füllung des Darms und verlängern die Sättigungsdauer. Sie sind für eine regelmäßige gesunde Verdauung und für den Schutz vor vielen Krankheiten unerlässlich. Sie beugen Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Verstopfung, Hämorrhoiden oder Ausstülpungen in der Darmschleimhaut vor.
Wissenschaftler vermuten sogar, dass Ballaststoffe das Darmkrebsrisiko reduzieren. Sie nehmen an, dass sie Giftstoffe und schädliche Stoffwechselprodukte schneller aus dem Körper schaffen. Eine kürzere Transitzeit wirke vorbeugend, weil der Dickdarm weniger lang mit Krebs erregenden Substanzen aus der Nahrung in Berührung komme, heißt es.
So sollen in erster Linie die unverdaulichen Bestandteile des Korns vor der aggressiven Tumorart schützen. Vor allem Inhaltsstoffe aus dem Ballaststoff-Komplex des Roggens könnten finnischen Wissenschaftlern zufolge vor Tumorerkrankungen schützen.
Der Begriff Ballaststoffe wurde vor etwa hundert Jahren geprägt. Bei der Verarbeitung von Weizen zu Auszugsmehl fiel das Abfallprodukt Kleie an, dessen verdauungsfördernde Wirkung damals noch unbekannt war. Es wurde daher, wie auch die Zellulose, zum „Ballast“ erklärt, da die Nahrung ohne diese Stoffe aus der damaligen Sicht heraus verfeinert wurde. Heute weiß man, dass eben diese Ballaststoffe notwendige, gesunde Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung sind. Sie sind Pflanzenbestandteile, die als natürliche Quellstoffe wirken. Sie werden im Dünndarm nicht verwertet und gelangen unverdaut in den Dickdarm.
Die Fasersubstanzen, wie Ballaststoffe heute vorwiegend genannt werden, sind keine einheitlichen Stoffgruppen. Häufig gehören sie zu den Kohlenhydraten und sind aus vielen, zum Teil unterschiedlichen Zuckereinheiten aufgebaut. Sie werden in lösliche und unlösliche Substanzen unterteilt. Zu den unlöslichen gehören Zellulose als pflanzliche Gerüstsubstanz, Hemizellulose aus Membranbestandteilen in Obst und Gemüse sowie Lignin aus den holzigen Anteilen pflanzlicher Membranen.