Aromastoffe: Zutatenliste hilft
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Die Zutatenliste soll das Dickicht der Zusatzstoffe für den Verbraucher erhellen. Sie führt bestimmte Stoffe auf, die im Endprodukt noch vorhanden sind. Doch sie hat auch große Lücken. Denn sie sagt beispielsweise nichts darüber aus, wie ein Produkt hergestellt wird, mit welchen Stoffen das Lebensmittel auf diesem Weg in Berührung gekommen ist, unter welchen Bedingungen und mit welchen Verfahren es zustandekommt. Zudem glauben wir Käufer, dass eine lange Zutatenliste viel Bearbeitung und Zusätze beweist. Doch das scheint inzwischen auch schon eine Täuschung zu sein.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt: „ Zunehmend werden deklarationspflichtige Zusatzstoffe von den Lebensmittelherstellern gemieden. Die Aufgaben werden von neuen technischen Verfahren und ‚maßgeschneiderten‘ Lebensmittelzutaten übernommen, die (noch) nicht kennzeichnungspflichtig sind. Wenn verarbeitete Lebensmittel heute gefärbt, aromatisiert oder konserviert werden, dann bleibt das in vielen Fällen Verbraucherinnen und Verbrauchern verborgen. Gerade solche Hinweise auf Stoffe oder Verfahren, die im Hinblick auf den Verarbeitungsgrad aussagekräftig wären, kommen oft nicht auf das Etikett. Kurze Zutatenlisten garantieren deshalb nicht einen geringen Verarbeitungsgrad.“
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