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Da bierste blind: Alkohol erhöht das Risiko für Augenkrankheiten

Man muss, sofern man noch kann, der schrecklichen Wahrheit ins Gesicht sehen: Biertrinken macht blind! Das haben australische Forscher in einer großangelegten Studie herausgefunden. Demnach gilt: Männer, die viel Bier trinken, haben ein sechsmal höheres Risiko an AMD (altersabhängige Makuladegeneration; Funktionsverlust der Netzhaut) zu erkranken und in Folge zu erblinden.

Ach du meine Güte. Mir war zwar bewusst, dass der Genuss zahlreicher Biere durchaus zu Ausfällen führen kann (wer es nicht glaubt, braucht nur einmal während des Oktoberfestes um 21.00 Uhr in eines der Bierzelte zu gehen). Aber dass Biertrinken blind macht, war mir nicht bekannt. Ich dachte, das ist mehr bei jungen Frauen so. Also dass die blind machen. Mein Nachbar meinte nämlich kürzlich: „Du die junge hübsche neue Mieterin gegenüber, die macht blind.“ „Wieso das denn?“ „Seit ich sie erblickt habe,  kann ich meine Frau nicht mehr sehen.“

Na gut, andere Baustelle. Eigentlich wollte ich ja über die besorgniserregende Studie sprechen: Ich hoffe jedenfalls sehr, dass die der EU-Kommission in Brüssel diese Studie nicht in die Hände fällt. Sonst wird es bald eine neue Kennzeichnungs- und Gefahrenhinweisverordnung für öffentliche Gaststätten geben. Denken Sie nur mal an einen ganz normalen Kneipenbesuch:

„Hans, bring mir ein Bier.“

Der Wirt nickt, zapft, bringt das Bier und überreicht es mit den Worten: „Übermäßiger Bierkonsum kann blind machen. Prost.“

Beim nächsten Bier:

„Hans, noch ein Bier.“

„Gerne. Regelmäßiger Alkoholkonsum macht impotent.“

„Danke Hans.“

„Bitte!“

Das nächste Bier:

„Hans, ein Gläschen noch!“

„Hier ist es. Alkohol kann zu irreversiblen Gehirnschäden führen.“

„Danke, Hans.“

„Bitte, Günter.“

Das letzte Bier:

„Hans, ein letztes.“

„Gerne. Übermäßiger Bierkonsum kann blind machen.“

„Hans, das hattest Du schon.“

„Ich weiß, aber mehr gibt es nicht. Die neuen Sprüche aus Brüssel sind noch nicht da.“

„Danke, Hans.“

„Bitte, Günter.“

Sie sehen: Ihr zukünftiger Gasthaus-Besuch kann eine vollkommen neue Qualität bekommen. Davor darf man einfach nicht die Augen verschließen.

Übrigens: Gehören Sie zu den 24 Prozent der Raucher, die ihre Zigarettenschachteln mit dem „deutlichen Warnhinweis“ in einen Überzug stecken, um nicht dauernd lesen zu müssen, dass Sie sich und andere gefährden, impotent werden und die Haut altern lassen? Dann passen Sie aber mal ganz schön auf: In Brüssel wird an einer Verordnung gearbeitet, die das Herstellen, Verbreiten und Benutzen von Artikeln, die „geeignet sind, die auf Zigarettenschachteln angebrachten Warnhinweise zu überdecken oder unkenntlich zu machen“ unter Strafe stellt. Dem Vernehmen nach arbeitet unser Innenminister bereits an Plänen, eine Überzugspolizei aufzustellen. Man könnte aber auch sagen: Jetzt überzieht er…

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