Alkohol: In diesen Lebensmitteln versteckt er sich
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Für Haushalte mit Kindern oder Suchtkranken gilt, nur Lebensmittel auf den Tisch zu bringen, die keinerlei Alkohol enthalten. Jeder Tropfen Alkohol und allein schon der Geruch und Geschmack alkoholischer Essenzen kann für einen Suchtkranken einen Rückfall bedeuten. Bei Kindern kann die Hemmschwelle zum Ausprobieren von „richtigem“ Alkohol herabgesetzt werden. Auch werdende Mutter müssen einen Bogen um Alkohol machen.
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Am besten ist es, wenn Sie alles frisch kochen, so können Sie selbst steuern, ob Sie Alkohol für Ihre Gerichte verwenden oder nicht – etwa ob Sie einen Risotto-Reis mit Wein ablöschen oder gleich mit Brühe arbeiten beziehungsweise ob Sie einen Braten in Rotwein schmoren oder Ihr Dessert mit Marsala zubereiten. Doch in vielen fertigen Nahrungsmitteln ist Alkohol enthalten, ohne dass dieses sich immer auf dem Etikett erkennen lässt. Selbst alkoholfreies Bier hat immer noch etwas Restalkohol.
So finden Sie Alkohol in der Kennzeichnung
Alkohol muss auf der Zutatenliste ausgewiesen sein.
Alkohol finden Sie auf den Etikettierungen unter verschiedenen Bezeichnungen:
- Äthylalkohol oder Ethylalkohol
- Äthanol oder Ethanol
- Weingeist
- C2H5OH (das ist die chemische Formel)
Doch Alkohol muss erst ab einer Menge von 1,2 Volumenprozent angegeben werden. Unter 0,5 Volumenprozent dürfen die Nahrungsmittel sogar als „alkoholfrei“ bezeichnet werden. Wird Alkohol als Zutat verwendet, muss er gekennzeichnet sein, doch es gibt eine ganze Reihe von Ausnahmen.
Kennzeichnungslücken bestehen bei
- Gerichten in Restaurants und Kantinen wie Soßen, flambierte Gerichte oder Obstsalate;
- lose verkauften Lebensmitteln wie Schwarzwälder Kirschtorte oder Eisbecher in Eiscafés, Wurst und Käse;
- Süßwaren wie Marzipanprodukte oder Pralinen;
- Kleinverpackungen wie Ostereier mit Füllung oder kleinen Portionspackungen mit Konfitüre;
- Fruchtauszügen oder Aromen mit Alkohol als Lösemittel.
In diesen Lebensmitteln könnten Sie auf Alkohol treffen:
- In Nahrungsmitteln wie Essig, Kefir, Brot und naturtrüben Säften ist in winzigen Mengen Alkohol vorhanden, der durch die natürlichen Gärungsprozesse entsteht.
- Auch im Teepilz Kombucha ist Alkohol in Spuren enthalten.
- In etlichen fertigen Nahrungsmitteln wird Alkohol als Geschmacksträger oder Konservierungsmittel eingesetzt. Dazu können Süßspeisen, Süßigkeiten, Suppen, Fischgerichte, Soßen und Konfitüren gehören.
- In vielen Arzneimitteln ist Alkohol - in gar nicht mal so kleinen Mengen - vorhanden, weil sich im Alkohol beispielsweise die heilenden Inhaltsstoffe von Heilpflanzen lösen. Auch in manchen „Stärkungsmitteln“ ist Hochprozentiges enthalten. Der Effekt dieser Mittel beruht dann unter anderem darauf, dass die Verwender nach der Einnahme auf nüchternen Magen heiter gestimmt sind. Melissengeist beispielsweise kann 79 Volumenprozent Alkohol enthalten, Lecithin Tonikum 16 und Ginsengtropfen 17.
Wie schädlich ist der Alkohol in Lebensmitteln?
Im Prinzip ist Alkohol in kleinen Mengen unbedenklich, da unser Körper auch an geringe Dosen Alkohol aus natürlichen Gärprozessen gewöhnt ist. Zudem wird Ethanol auch im Körper selbst gebildet. Das Risiko durch alkoholhaltige Nahrungsmittel ist zu vernachlässigen. Sie brauchen deswegen darauf keine unnötigen Gedanken zu verschwenden, die wo- möglich Ihren Genuss beeinträchtigen. Dennoch sollten Schwangere, Stillende, Kinder und Suchtkranke natürlich auf solche Lebensmittel verzichten.