Erhöhen Milchprodukte das Krebsrisiko?
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Milch
vom 15. September 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
rund um das Thema „Krebs" gibt es viele Behauptungen - welche davon wahr und welche falsch sind, ist schwer zu entscheiden. So möchte meine Leserin Hannah L. wissen, ob es stimmt, dass Krebs durch Milch oder Milchprodukte ausgelöst werden kann.
Tatsächlich standen sowohl Milch als auch Milchprodukte einige Zeit lang in dem Verdacht, Krebs zu erregen. Der Grund dafür: Es handelt sich um tierische Fette - diese sollen die Entstehung der Krankheit begünstigen.
Gerade bei Milch und daraus hergestellten Lebensmitteln bewiesen Studien dann aber das Gegenteil: Durch das Kalzium, das diese Nährmittel enthalten, können sie vor bestimmten Krebsarten schützen - zum Beispiel vor Darmkrebs.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Otto Edwin Schreiber Schlegel (15.09. 2011 17:48 Uhr):
Sehr geehrte, liebe Frau Dr. Hübner Ausgezeichnet und den Nagel auf den Kopf getroffen. Diese Diskussion hatte und habe ich schon seit einiger Zeit mit meinem Urologen - ein ausgezeichneter Spezialist - dass Milch speziell Prostatakrebs erzeugt. Hingegen Tomaten, am besten 2-3 Minuten mindestens erhitzt, ausgezeichnet gegen Prostatakrebs ist. Ich werde ihm diesen Ihren Artikel gleich zusenden. Vielleicht geht es ihm wie Konrad Adenauer, der gesagt hat:"Ich kann nichts dafür wenn ich täglich klüger werde. Was interessiert mich daher mein Geschwätz von gestern. Aber zurück zur Milch. Ich habe dann eingewendet, dass ich täglich 1 Liter Milch an einem Kefir ansetzte und wie die Erfahrung berichtet, werden die Leute im Kaukasus, wo der Kefir herkommt, sehr sehr alt. Das akzeptiert mein Urologe wieder, weil dadurch die Milch verändert wurde. Ein anderes Argument: Die Milch ist nicht mehr die Milch von früher, besonders bei Kühen, denen die Hörner abgeschnitten werden. Die Hörner dienen den Kühen wie Antennen bzw. Radarschirme, mit welchen sie speziellen Kräuter zur Nahrung aufspüren. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Kuhmilch ungesund sein sollte. Hier wird irgendwie manipuliert, wie auch bei Katzenmilch oder Milch für Hunde, speziell hergestellt. Früher auf den Bauernhöfen gab es für Katze und anschliessend Igel einfach Kuhmilch und es hat ihnen auch nichts ausgemacht. Heute soll es schädlich sein??? Mit lieben Grüssen Otto Edwin Schreiber-Schlegel
Antworten - Kommentar von Silvia (15.09. 2011 18:54 Uhr):
Die Wahrscheinlichkeit, dass Studien, die das Gegenteil beweisen sollten, (dass Milch und Milchprodukte sich angeblich positiv auf die Gesundheit auswirken), von der Milchindustrie in Auftrag gegeben und bezahlt wurden, ist sehr hoch. Da Kuhmilch nicht für ausgewachsene Säugetiere und schon gar nicht für eine andere Spezies (Mensch) gedacht ist, sondern einzig und allein Kälbern als Nahrung dienen und diesen zum Wachstum verhelfen soll, kommen Milch und Milchprodukte sowohl ethisch (Ausbeutung der Milchkühe; Kälber werden kurz nach der Geburt den Müttern weggenommen) als auch gesundheitlich (fremdes Eiweiß, Wachstumshormone) nicht für eine vernünftige Ernährung des Menschen in Betracht. Man könnte sie allenfalls als Notlösung betrachten, wenn man kurz vor dem Verhungern ist. Milch steht somit immer noch in Verdacht, für Krankheiten wie Diabetes Typ 1, Brustkrebs und andere Krebsarten mit verantwortlich zu sein. In dem Buch "Die China Study" von Campbell findet man dazu interessante Informationen, ebenso wie in dem Buch "Milch besser nicht" von Maria Rollinger. Aber letztentlich muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob er den Verzehr von Milch oder Milchprodukten mit seinem Gewissen vereinbaren kann und ob er den Werbeversprechen der Milchindustrie Glauben schenken mag.
Antworten- Antwort von andrea hanke (16.09. 2011 13:01 Uhr):
Silvia, Das haben Sie viel besser gesagt als ich in meinem kurzen Kommentar. Danke, Ihre Antwort ist vollständig. Herr Schreiber -Schlegel sollte akzeptieren, dass neue Erkenntnisse, Informationen alte uns eingetrichterte Glaubenssätze ablösen können, wenn wir nur offen dafür sind und mit gutem Gewissen und gesundem Menschenverstand an die Sache herangehen.
- Antwort von andrea hanke (16.09. 2011 13:01 Uhr):
- Kommentar von Javila (15.09. 2011 19:39 Uhr):
Reichlich Milchprodukte übersäuern den Körper durch den Eiweißgehalt! Krebs wächst im sauren Milieu! Es kommt jedoch auf die Balance zwischen Säuren und Basen an, und auch dies ist nur ein Faktor von verschiedenen in der Krebsentstehung.
Antworten - Kommentar von andrea hanke (15.09. 2011 20:37 Uhr):
Wie wirksam ist denn das Kalzium in der Milch wirklich? die Asiaten bekommen Osteoporose usw., weitdem auch sie Milchprodukte verbrauchen. Das Kalzium, das der Körper braucht, kommt nicht unbedingt aus der Milch oder braucht Vitamin D, um assimiliert zu werden. Und Milch UHT ist sowieso total molekular verändert. Vorsicht also, von Kalzium und Milch zugleich zu sprechen. Für mich ist das ein Werbeslogan der Milchlobby. MfG, a.Hanke
Antworten - Kommentar von Veronika Lederer (15.09. 2011 21:18 Uhr):
Zu Ihrem Kommentar bezüglich Krebs durch Milchprodukte habe ich einen Artikel gelesen, dass Milch Wachstumshormone enthält, die eben bei Erwachsenen zur Entartung bzw. Krebsentstehung beitragen können. Da ich selbst sehr gerne Milchprodukte genieße, hat mich diese Information ebenfalls schockiert und wäre auch froh, wenn diese Information nicht belegt wäre. Mit freundlichen Grüßen Veronika Lederer
Antworten
- Kommentar von Fritz Ulrich Hein (16.09. 2011 09:56 Uhr):
Und wie ist es zu verstehen, dass ich beim morgendlichen Schluck Milch dringendst aufs WC muss und es nur so raus schiesst?
Antworten- Antwort von Schäfer Dieter (16.09. 2011 18:59 Uhr):
Nachdem, was ich in diesem Monat von kompetenten Medizinern über Milch und deren Produkte gelesen habe, müsste homogenisierte Milch als Getränk verboten werden. Ebenfalls ungesund sind deren meiste Produkte, so gern ich sie auch mochte.
- Antwort von javila (16.09. 2011 20:58 Uhr):
Bei Unverträglichkeiten (quasi Allergien) gegen Nahrungsmittel kann so was vorkommen, das ist ganz individuell verschieden, worauf jemand reagiert. Möglicherweise haben Sie eine Laktoseintoleranz. ZB passiert das Leuten mit Fruktoseintoleranz genauso, wenn sie Birnen (die viel Fruktose enthalten) essen.
- Antwort von Schäfer Dieter (16.09. 2011 18:59 Uhr):