Entwarnung für Salz-Fans
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Sportmedizin
vom 13.11.2007 05:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leser,
kürzlich berichtete ich Ihnen über meine Vorliebe für Meersalz. Viele von Ihnen hat das animiert, es auch einmal auszuprobieren. Etliche wollten wissen, wie viel Salz sie täglich zu sich nehmen dürfen. Diese Antwort ist inzwischen überhaupt nicht mehr so einfach zu beantworten, denn die Experten der verschiedenen Lager streiten sich seit Längerem bis auf das Messer. Die einen sagen, Salz ist das pure Gift für Ihre Gesundheit, die anderen meinen, die Rolle von Salz etwa bei der Entstehung von Bluthochdruck wird schlicht maßlos übertrieben.
Ich meine, die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Und dies bestätigen nun internationale Wissenschaftler. Gesunde und ausgewogene Ernährung ist viel wichtiger als der Verzicht auf das Salz. Wer sich fettarm ernährt, viel Obst und Gemüse verzehrt, kann sein Essen getrost normal salzen, so die Forscher.
Mit einer Prise Salz – cum grano salis – machen Sie Ihr Essen schmackhaft und manches erst genießbar
Doch allzu viel gilt bei uns bislang ungesund. Deswegen achten Gesundheitsbewusste, Herz- und Hochdruckkranke auf ihren Salzkonsum. Zunächst einmal ist Salz jedoch für die Vitalität und Funktionsfähigkeit Ihres Körpers unverzichtbar. Als Bestandteil unserer Körperflüssigkeiten spielt Salz eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt. Es reguliert die Druckverhältnisse außerhalb und innerhalb der Körperzellen.
Da der Organismus es nicht selbst bilden kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Weil Natrium – der eine Bestandteil des Salzes – die Eigenschaft besitzt, Wasser an sich zu binden, wächst mit steigendem Natriumgehalt des Körpers das Blutvolumen und gleichzeitig der Druck in den Blutgefäßen. Daraus vermutete man einen Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Bluthochdruck. Das ist jedoch inzwischen wissenschaftlich widerlegt worden. Zu viel Salz übt kaum einen Einfluss auf Ihren Blutdruck aus. Nur manche Menschen reagieren genetisch bedingt empfindlich auf Salz, dazu gehören auch Menschen mit normalem Blutdruck.
Dennoch zieht ein zu hoher Kochsalzkonsum gesundheitliche Folgen nach sich: Langfristig kann er zur Bildung von Nierensteinen und zu Osteoporose führen. Diskutiert wird auch, ob zu viel Salz das Magen- und Darmkrebsrisiko erhöht. Japan hat den weltweit höchsten Salzkonsum und die höchste Rate an bösartigen Tumoren der Speiseröhre und des Magens.
Ernährungswissenschaftler haben ausgerechnet, dass wir etwa 5- bis 15-mal mehr Kochsalz essen, als uns gut tut. Das meiste stammt von versteckten Salzen in Wurst, Brot und Käse. Vor allem in Fast Food und industriell gefertigten Lebensmitteln versteckt sich oft viel Salz. 6 Gramm täglich gelten als maximaler Richtwert. Das ist etwa 1 Teelöffel Salz. Salzen Sie Ihr Essen mit 1 bis 2 Gramm am Tag, das reicht zusätzlich zum versteckten Salz.
Wenn Sie selbst kochen und viel mit frischen Kräutern und Gewürzen arbeiten, nehmen Sie automatisch weniger Salz, weil Ihre Speisen so sehr schmackhaft werden.
Ihr
Helmut Erb
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von herbert L (22.06. 2011 05:45 Uhr):
Jod Jod ist äusserst wichtig für die Schilddrüse. Es wird benötigt für eine korrekte Funktionsweise der Schilddrüse und damit letztenendes auch für einen gesunden Körper. Raffiniertes Jod hingegen greift Gehirnzellen an. Es wird vom Körper nicht als Jod erkannt und hilft nicht im geringsten, dem Jodmangel vorzubeugen. Echtes Salz, Kristallsalz;- unraffiniert, enthält auch Jod, allerdings im 84-Elementen-Molekül eingebaut. Dieses Jod unterstützt den Körper. Es ist also wichtig, natürliches Jod zu benutzen, wie es vorallem im Meer vorkommt / Meersalz, Meerfisch, Meeresalgen.. LG. Herbert L.
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