Entspannungstechniken nicht das Mittel erster Wahl bei Panikattacken
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 1. Oktober 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Herr Dieter L. möchte Folgendes wissen:
Kann eine Entspannungstechnik helfen, wenn man unter Panikattacken leidet?
Lieber Dieter,
Menschen, die unter Angst- oder Panikattacken leiden, haben eine erhöhte Grundanspannung. In solchen Fällen können Entspannungstechniken natürlich helfen. Allerdings sind sie nicht die wichtigste Therapiemethode. Viel wichtiger ist es, zu erreichen, dass die erlebten Situationen ihren bedrohlichen Charakter verlieren und es nicht mehr zu einer Attacke kommt.
Möglich ist dies zum Beispiel durch eine Konfrontationstherapie. Hier erfahren Sie als Angstpatient, dass es nicht zu dem kommt, was Sie befürchten - alleine das bringt Ihnen schon eine deutliche Erleichterung.
Während einer Attacke dann sollten Sie bestimmte Techniken anwenden wie zum Beispiel flaches Atmen. Als wirksam erwiesen hat sich auch, dass Sie sich auf andere, äußere Reize konzentrieren.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Christine Osiw (01.10. 2009 17:54 Uhr):
Konfrontationstherapie ist die grausamste Methode, um Panikattacken zu behandeln. Es geht auch sehr viel sanfter und schneller, und vor allem nachhaltiger mit den Methoden der Energetischen Psychologie: EFT, EDxTM, MET, Neurostim ... Dazu gibt es auch schon Studien!
Antworten - Kommentar von Gunda Seiffert (01.10. 2009 18:29 Uhr):
Hallo und guten Tag. Zunächst möchte ich mich für die immer wieder sehr informativen Beiträge bedanken! Zu dem Beitrag über Panikattacken ;Panik-Angst-Syndrom möchte ich jedoch erwähnen, dass man diese Störung nicht mit einer Phobie verwechseln darf. Diese Panikattacken sind nicht an bestimmte Situationen gebunden, sondern treten häufig aus heiterem Himmel auf, beim Einkaufen, abends im Bett usw. Hier hilft manchmal Psychotherapie, oft leichter Sport und unbedingt die Vermeidung von Stress sowie Abbau belastender Familien-Situationen kombiniert mit ausreichend Schlaf und genügend Ruhepausen, evtl. kombiniert mit Autogenem Training. Akut hat sich -nicht lachen- lautes Singen zu Musik bewährt! Bei Panikanfällen aufgrund einer Phobie Höhen, Spinnen, Blut; ist eine Konfrontationstherapie tatsächlich oft hilfreich. Allerdings vor allem dann, wenn vorher die für das Panik-Angst-Syndrom beschriebenen Maßnahmen erfolgreich durchgeführt wurden. Mit freundlichen Grüßen, Ihre G. Seiffert
Antworten - Kommentar von Cornelia BohnertSimmen (30.10. 2009 10:11 Uhr):
Schönen guten Tag. Es freut mich auch über solches Thema zu lesen. Eine Konfrontationstherapie hat man doch in dem Moment schon, wenn es einem wieder einmal ereilt hat. Was ich persönlich dazu sagen kann ist, dass man sich tatsächlich nicht so intensiv auf die Attacke einlassen darf und sich versuchen sollte auf andere wichtige Dinge zu konzentrieren. Das zumindestens macht die Attacke nicht mehr so stark, jedoch können die körperlichen Anzeichen trotzdem zum Vorschein kommen. Eine Entspannungstherapie nach Jacobson-Art ist hier bei leichten Attacken hilfreich. Dabei bekommt man gut das Herzrasen wieder in Griff. Ganz wichtig ist auch, dass man sich irgendjemandem anvertraut und redet;ob Freund oder Freundin oder Gesprächstherapie. Ansonsten stimme ich sehr zu, dass man sich so gut es geht, dem Streß entziehen muss. Denn sonst liegen die Nerven blank und der Körper gibt dann wieder einmal sein Zeichen. Mit freundlichem Gruß verbleibe ich.
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