Elektrosmog erhöht Asthma-Risiko bei ungeborenen Kindern
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Asthma bronchiale
vom 3. August 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Was ist die Ursache, dass es bei Kindern immer häufiger zur Asthma-Erkrankung kommt? Eine mögliche Ursache haben amerikanische Forscher nun aufgedeckt: Sie vermuten einen Zusammenhang zwischen Elektrosmog während der Schwangerschaft und der Atemwegserkrankung.
Die Forscher der Kaiser Permanente Klinik in Oakland hatten über 800 Frauen während der Schwangerschaft mit einem Messgerät ausgestattet, dass die Belastung mit niederfrequenten elektromagnetischen Feldern aufzeichnete. Diese werden von Stromleitungen, aber auch von Mikrowellen oder anderen elektrischen Geräten erzeugt. Die Kinder wurden dann nach der Geburt dreizehn Jahre lang weiter beobachtet.
Die Wissenschaftler entdeckten, dass die Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft häufig Elektrosmog ausgesetzt waren, dreimal so häufig an Asthma erkrankten wie Kinder, deren Mütter weniger mit den elektrischen Geräten zu tun hatten oder weiter entfernt von Hochspannungsleitungen wohnten. Eine Asthma- oder Atemwegserkrankung der Mütter erhöhte das Krankheitsrisiko der Kinder weiter.
Die Forscher empfehlen grundsätzlich, elektrische Geräte auf Abstand zum Körper zu halten, denn schon eine geringe Entfernung zur Quelle verringert den Elektrosmog drastisch.
Nicht untersucht wurden für die Studie übrigens die Auswirkungen von Handys und anderen Geräten, diese produzieren so genannte hochfrequente Felder.