Eis - Rund um die Sommerleckerei

in Täglich Gesund zum Thema Ernährung
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Eis gehört zum Sommer dazu. Aber ist Eis immer gleich Eis? Und hat es wirklich so viele Kalorien? Es gibt einige interessante Dinge, die Sie rund um diese Sommerschleckerei wissen sollten.

  • Supermarkteis ist kein Eis. Das stimmt so pauschal nicht - allerdings sollten Sie misstrauisch werden, wenn auf der Packung „Eis" steht und nicht „Eiscreme". Denn Eiscreme muss mindestens 10 Prozent Milchfett enthalten. „Eis" dagegen darf mit billigem Palmfett angerührt werden - und das schmeckt man häufig auch.
  • Zahnschmerzen durch Eis? Auch das gibt es. Denn die Nerven der Zähne reagieren auf die kalte Temperatur. Gerade wenn die Zähne vorgeschädigt sind, kann der Kältereiz, der vom Eis ausgeht, also durchaus für Zahnschmerzen sorgen.
  • Eis hat viele Kilokalorien. Nun, das kommt ein bisschen darauf an, wie Sie Ihr Eis essen. 75 Gramm Eis, grob gesagt eine Kugel, liefern 100 kcal - zumindest, wenn Sie Fruchteis schlecken. Sorten wie Vanille haben 50 kcal mehr, Schokolade liefert rund 170 kcal. Kommen dann aber noch Soße und Sahne hinzu, dann wird das Eis tatsächlich zur Kalorienbombe. Übrigens: Beim Kauf von Stieleis sollten Sie ebenfalls auf die Nährwertangaben achten. Manche dieser Schleckereien enthält zwar nur die Menge Eis, die einer Kugel entspricht, liefert aber rund 300 kcal.
  • Eis ist eine italienische Erfindung. Das stimmt nicht. Denn Eis gibt es schon seit mehr als 5.000 Jahren. Im antiken Griechenland, aber auch in China wurden damals Mischungen aus Gletschereis, Schnee, Honig oder Fruchtmark geschleckt.
  • Nicht jedes Eis ist gleich. Und das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Cremeeis besteht zum Beispiel aus 50 Prozent Milch und 90 Gramm Eiweiß. Milcheis enthält keine Eier, dafür 70 Prozent Milch.
    Eiscreme enthält mindestens 10 Prozent Milchfett - wird dies aus Schlagsahne gewonnen, dann handelt es sich um Sahneeis. Fruchteis muss 20 Prozent, Sorbeteis sogar 25 Prozent Früchte enthalten - bei Zitrussorten ist der Anteil geringer. Wassereis dagegen liefert in fast allen Fällen nur Farb- und Aromastoffe. Früchte und Milchfett sucht man hier vergebens.



von
Dr. Martina Hahn-Hübner

Erfahren Sie hier mehr über Dr. Martina Hahn-Hübner - Gesundheitswissen-Expertin und Chefredakteurin von Täglich Gesund und dem Mondkalender.

 
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