Eins zu Null für Ihren Heilpraktiker
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 12. Februar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
- Er wird Ihnen von vertrauenswürdigen Personen sehr ans Herz gelegt.
- Er nimmt beim ersten Termin eine sehr gründliche Untersuchung vor.
- Er zeigt Ihnen, dass er ausreichend Zeit für Ihre Fragen und Probleme hat.
- Er erklärt Ihnen den Sinn und Zwecke der Heilverfahren, die er Ihnen vorschlägt. Er zeigt Ihnen ebenfalls Alternativen auf.
- Er beschränkt sich auf eine überschaubare Zahl von Heilverfahren, in denen er wirklich fortgebildet ist, und bietet Ihnen keinen großen Gemischtwarenladen an.
- Er legt Ihnen auch die Grenzen der jeweiligen Heilmethode dar, er kennt aber auch die Grenzen seiner eigenen Möglichkeiten.
- Er fragt nach, ob Sie bereits schulmedizinisch behandelt werden und interessiert sich für die ärztliche Diagnose.
- Er rät Ihnen nicht dazu, ärztlich verordnete Medikamente abzusetzen.
- Er verweist Sie an einen Arzt, wenn sich die Krankheit nicht heilpraktisch behandeln lässt, wenn sie sich verschlimmert oder seine Maßnahmen keinen Erfolg bringen.
- Er arbeitet nicht mit nachgewiesen untauglichen Methoden.
- Ratschläge zur Lebensführung, Bewegung, Ernährung und Krankheitsvorsorge sind für ihn selbstverständlich.
- Ihr Gesundheitszustand bessert sich nach einer Weile wirklich.
- Die Honorarforderungen halten sich im überschaubaren Rahmen und orientieren sich am „Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker", das die Heilpraktikerverbände in Deutschland festgesetzt haben.
- Er bespricht seine Honorierung für der Behandlung mit Ihnen und lotet mit Ihnen gemeinsam aus, ob Ihre Krankenkasse eventuelle die Kosten übernimmt.
- Seine Räumlichkeiten sind hell und freundlich.
- Er bildet sich fort und ist Mitglied in einer berufsständischen Organisation.
Hier heißt es: „Lieber Hände weg!"
- Er macht marktschreierisch für sich Reklame.
- Er verspricht Ihnen, Sie zu heilen.
- Er hüllt sich in mystische Geheimnistuerei.
- Er führt teure Behandlungen auch dann weiter, wenn sie nach 3 bis 5 Sitzungen keinen spürbaren Erfolg gebracht haben.
- Er will ihnen irgendetwas außer seiner eigenen Dienstleistung verkaufen - seien es Geräte, eine teure Spritzenkur oder andere Dinge.
- Er fertigt alle Patienten nach demselben Behandlungsschema ab.
- Sie gewinnen den Eindruck, er schaut zuerst auf seinen Geldbeutel anstatt auf Ihre Gesundheit.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von hans peter letzzeller (14.02. 2010 23:00 Uhr):
hallo, ist doch komisch, einerseits stellen sie kriterien für heilpraktikerqualität auf, andererseits machen sie reklame für heilpraktikerfernkurse. ist doch ein tolles ding !!! antiqualität pur neben guten ratschlägen. ich selber bilde seit über 3o jahren heilpraktiker aus. im direkten unterricht in kleinen klassen. und habe gutes feedback. würden sie sich einem chirurgen anvertrauen, der seine kunst im fernkurs gelernt hat ? unsere einstellung ist, dass ein heilpraktiker in der gleichen verantwortung steht wie ein arzt. je nach therapeutischer technik. man kann mit akupunktur, neuraltherapie und chiropraktik ohne weiteres töten, wenn man nicht gut genug ausgebildet ist. sie sollten also die fernkursreklame aus ihrem newsletter eliminieren, wenn ihnen an der kollegenqualität wirklich gelegen ist. des weiteren bedürften ihre punktesammlung einiger ergänzungen. aber das würde den rahmen dieser mail wohl sprengen. wenn sie wirklich interesse an heilpraktikerqualitätsfragen haben, melden sie sich. ich stehe mit rat und tat zur verfügung. mir ist nämlich wirklich an qualitätssicherung gelegen. und da sollten sie einige ihrer punkte modifizieren. mit freundlichen grüssen hans peter letz-zeller heilpraktiker udh ;seit über 3o jahren
Antworten - Kommentar von udo meller (18.02. 2010 12:41 Uhr):
Dem Kommentar von Herrn Letzzeller schließe ich mich an und möchte noch anmerken, dass die grobe, - was heißt das eigentlich? - Orientierung an der GebüH für die Meisten unser uns das Todesurteil in Sachen Wirtschaftlichkeit bedeuten würde. Sie ist dermassen überaltet, das wohl hiervon keiner leben könnte. Leider hat man sich bis heute nicht auf eine angemessene Überabeitung einigen können. Somit ist dieser Orientierungspunkt mehr als fragwürdig. U. Meller
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