Ein liebes Haustier gegen die Einsamkeit
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Depression
vom 6. Dezember 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
viele Menschen schaffen sich zu Weihnachten ein Tier an, weil sie sich einsam fühlen. Oft kommt dann ein noch blutjunges Tier in den Haushalt, das einen wie alle Babys total in Beschlag nimmt. Dann ist man wenigstens abgelenkt. Und irgendwann ist man dem lütten Zwei- oder Vierbeiner völlig verfallen. Davon profitieren beide Seiten.
Vor allem der Anteil der älteren Tierbesitzer nimmt stetig zu. Der Löwenanteil von ihnen sind Singles. Doch müssen wir noch nicht einmal allein leben, um uns einsam zu fühlen. Immer mehr Menschen fühlen sich auch mit Partner einsam. Selbst gute Freunde schützen nicht vor dem Gefühl, man sei allein und verlassen auf der Welt. Hunderte von Telefonnummern im Handy und trotzdem Kummer in der Seele, niemand da, mit dem man wirklich reden mag. Einsamkeitsgefühle überfallen alle Menschen - egal ob sie alleinstehend oder verheiratet sind, einen Beruf ausüben, nette Kollegen und Kinder haben, ob sie jung oder alt, arm oder reich sind.
Äußere und innere Vereinsamung ist ein wachsendes Problem in unserer modernen und älter werdenden Gesellschaft. Sich vollkommen allein zu fühlen, ist eines der erdrückendsten Gefühle überhaupt - eine Grundlage für Depressionen, psychische Erkrankungen und Selbstmordgedanken. Für Gesundheit und ein langes Leben ist Einsamkeit pures Gift. Sie schadet Ihnen genauso wie das Rauchen von 15 Zigaretten am Tag. Sie ist schädlicher als Bewegungsmangel, doppelt so gefährlich wie Fettsucht und genauso riskant wie Alkoholmissbrauch. Amerikanische Forscher von der Brigham Young Universität im US-Bundesstaat Utah nahmen 140 Studien mit Daten von mehr als 300.000 Menschen gründlich auseinander. Ihr Ergebnis war eindeutig: Sozial weniger aktive Menschen haben ein um 50 Prozent höheres Sterberisiko. Da bringt ein liebes Haustier neue Freude ins Leben.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von binder (06.12. 2011 11:02 Uhr):
Ich habe schon viele Jahre Haustiere und da ich jetzt in Spanien lebe, versorge ich auch Straßenhunde und scheue verlassene Katzen, die mich jetzt schon erkennen und umschwänzeln. Ich bin siebzig Jahre alt und fühle mich wahrscheinlich auch durch die Zuneigung der Tiere fit wie ein Turnschuh. Möchte aber bemerken, das ich keine tierischen Produkte esse. Bedanke mich für die nützlichen Informationen von Ihnen. Vorweihnachtliche Grüße aus dem sonnigen Spanien von Mobi
Antworten- Antwort von Ilona (07.12. 2011 08:39 Uhr):
Es ist wunderbar zu lesen, wie Sie den Tieren helfen. Ich tue dies bei uns in Deutschland. Es ist doch egal, wo man lebt, die Hauptsache ist, man hilft den Tieren. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit, weiterhin viel Kraft und Freude sowie beste Gesundheit um den armen Tieren zu helfen. Es ist schön, dass es Sie gibt. Ilona
- Antwort von Ilona (07.12. 2011 08:39 Uhr):
- Kommentar von Renata Streicher (06.12. 2011 12:42 Uhr):
Tiere besonders die die beliebten Haustiere wie Hunde und Katzen sind wirkliche einfühlsame Begleiter. Ich finde teilweise nimmt die Tierlliebe bei uns schon etwas krankhafte Formen an. So ersetzt ein Tier niemlas den echten Dialog und Austausch mit einem nahestehenden Menschen. Es ist natürlich auch einfacher mit einem Tier: es widerspricht nicht und hat keine eigene Meinung. Oder dann werden Haustiere besser behandelt als der Partner. Obwohl ich Tiere sehr liebe uns ich finde sie sollen liebevoll und mit Respekt behandlet werden, ziehe einen menschlichen Partner immenr noch einem Tier vor. Viele Menschen sind manchmal so frustiert dass sie sogar soweit gehen, dass sie sich gar nicht mehr richtig auf Artgenossen einlassen, sondern nur noch mit Tieren mit dem Argument: ein Tier kann mich nicht enttäuschen......
Antworten- Antwort von mobi (07.12. 2011 17:04 Uhr):
sie haben wohl recht, wenn sie schreiben, viele menschen vergessen die menschen rundherum. unter artgenossen meinten sie doch bestimmt die rasse mensch, oder? es ging aber darum, wenn man sich um tiere kümmert und sie betreut, natürlich artgerecht und nicht als partner, dann wird man lebensfroher, lebensbejahender und fühlt sich auch nützlich. man erfreut sich, wenn die tiere, die oft sehr geschunden und von den menschen enttäuscht sind, wieder ein wenig menschliche wärme und zuneigung erfahren und somit vielleicht erkennen, nicht alle zweibeiner sind bösartig.
- Antwort von mobi (07.12. 2011 17:04 Uhr):
- Kommentar von Ilona (07.12. 2011 08:35 Uhr):
Ich habe seit vielen Jahren immer 2-3 Hunde. Mein Mann ist vor einem Jahr verstorben. Es ist gut, dass ich noch zwei Hunde habe. Ich bin kein Mensch, der nun schnell Kontakt sucht. Ich möchte mein Leben weiterhin so gestalten, wie bisher. Ich staune immer über die Menschen die glauben genau zu wissen, was man tuen muss, wenn man plötzlich allein im Leben steht. Für mich sind meine Hunde Erinnerung, weiterhin Freude, der tägliche Spaziergang bringt mich an die Luft und kein Hundefreund geht ohne Gruß oder ein paar Wörter an mir vorbei. Das liebe ich. Es ist auch jedem seine Sache, wie er mit den Tieren umgeht.Man sollte vorsichtig sein mit seinem Urteil.Tierliebe ist nun mal unterschiedlich. Da erlaube ich auch keinem ein Urteil, wie ich es halte. Auf alle Fälle ist der Artikel wunderbar. Gefällt mir gut. Da ich auch Tierschützer bin, würde ich gern allen sagen, schaut einmal in Euer Tierheim oder spendet eine Kleinigkeit. Die Tiere danken es Euch. Alle, die ein Herz für Tiere haben wünsche ich eine wunderbare Weihnachtszeit. Ilona
Antworten - Kommentar von Maritta Meckes (08.12. 2011 07:06 Uhr):
Ich bin nicht der Meinung, dass ein Haustier einen lieben Menschen ersetzen kann. Es kann eine Bereicherung in der Partnerschaft sein, aber einen lieben Mann/Frau an der Seite zu haben, liebe Freunde mit denen man sich austauschen kann, nette Nachbarn, ersetzen niemals ein Tier. Wir haben auch 2 Haustiere, aber der Partner hat oberste Priorität; auf das Tier - egal wie lieb es ist - kann man verzichten: niemals aber auf einen liebenden Menschen!
Antworten- Antwort von mobi (09.12. 2011 19:31 Uhr):
Ich finde alle Kommentare sehr aufschlußreich, aber ich werde weiterhin die von mir betreuten Tiere in den Vordergrund stellen, denn fast jeder Mensch, außer natürlich pflegebedürftige Menschen, können sich selbst behelfen, können für Essen und Trinken sorgen, die Tiere leider nur eingeschränkt, sehr eingeschränkt, wenn sie nicht unbedingt in einer Scheune auf einem Bauernhof leben. Deshalb teile ich mit Ihnen und da ich keine Fleischreste habe als Vegetarier, kaufe ich eben das Futter für sie. Ich kann nur sagen, es gibt einen so ein gutes Gefühl und macht so glücklich, wenn die Katzen freundlich die Schwänze aufrichten und mich schon erwarten. Die fast verhungerte Podencohündin habe ich sterilisieren lassen und sie brachte mir nach geraumer Zeit eine kleine Hündin, die ich auch sterilisieren ließ. So können beide weiterhin draußen ihren Lauftrieben nachgehen und kommen immer wieder freudig auf meine Finca. Wenn sie draußen sind dann lasse ich mein elektrisches Tor immer ein Stück auf, damit sie sich nicht ausgesperrt vorkommen. Ich habe viele nette Menschen, mit denen ich auch reden kann, möchte aber betonen, daß mich schon viele Menschen enttäuscht haben, die Tiere aber noch nie. Wünsche allen Tierfreunden ein wundervolles, glückliches, gesundes Weihnachtsfest, Ihre Mobi
- Antwort von mobi (09.12. 2011 19:31 Uhr):