Eigenurin-Therapie: So führen Sie sich schädliche Abbauprodukte zu
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Eigenurin
vom 9. Juni 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Ein weiteres Argument der Naturheilmediziner gegen die Eigenurin-Therapie ist ebenfalls mehr als einleuchtend: Urin ist zwar steril, solange er sich in der Blase befindet, doch auf seinem Weg nach draußen reichert er sich in der Harnröhre mit Bakterien an. Wird der Urin nun abgefangen und aufbewahrt, vermehren sich die Bakterien in raschem Tempo. Diese werden dann mit der Trinkkur wieder in den Körper befördert. Das sei riskant, sagen die Kritiker, wenn jemand nicht einige Tropfen, sondern größere Mengen zu sich nimmt, da man sich damit eine Infektion holen kann.
Denn Urin ist ein Abfallprodukt des menschlichen Körpers. Über den Urin werden beispielsweise Harnstoff und Harnsäure ausgeschieden. Der Harn ist eine Flüssigkeit, die der Körper aus dem Blut abfiltriert und in der Niere konzentriert, damit dem Körper nicht zu viel Flüssigkeit entzogen wird. Denn Ihr Körper bildet etwa 200 Liter so genannten Primärharn am Tag. Nach der Konzentration in der Niere bleiben noch 1,5 l übrig, die über Ihre Harnwege ausgeschieden werden. Der Urin besteht ansonsten aus Wasser, Salzen und Resten von Eiweißen.
Diese Stoffe befinden sich im ausgeschiedenen Urin:
- Hormone
- Mineralstoffe und Spurenelemente, bei Belastung auch Schwermetalle
- Vitamine
- Eiweißbausteine
- Stoffe der Immunabwehr wie Antikörper
- Enzyme
- Harnstoff und Harnsäure
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Mike (09.06. 2010 09:04 Uhr):
Die Schadstoffe dem Körper wieder zuzuführen ist doch das Geheimnis. Der Körper reagiert mit verstärkten Aufbau des eigenen Immunsystems. Ist das denn so unlogisch? Und bei einer bärenstarken Abwehr haben die wenigsten Krankheiten eine Chance auszubrechen.Ich mache das seid 20 Jahren jeden morgen und kenne keine grippalen Effekte oder andere Wohlstandskrankheiten. Effizient ist allerdings nur der Mittelstrahlurin am morgen.
Antworten - Kommentar von Günter Hähnel (09.06. 2010 09:17 Uhr):
Es gibt wohlschmeckendere und einfachere, gesündere Methoden zur Behandlung und Gesunderhaltung als wie die ekelige Urintherapie. Eine tiereiweißarme, vollwertige Ernährung mit hohem Frischkostanteil, lecker zubereitet, der Verzicht auf Fabrikzucker, Fabrikfette und Auszugsmehle, auf Alkohol, Kaffee und Schwarztee, um nur die wichtigsten Punkte zu nennen. Essen und trinken muß und vor allem schmecken und Spaß machen, der positive Effekt dabei ist die Gesundung b.z.w. die Gesunderhaltung. Liebe Grüße aus Bielefeld
Antworten - Kommentar von Martin Werner (09.06. 2010 17:26 Uhr):
Bitte erklären Sie, wie ein 75 Kilogramm schwerer Körper bei einer Flüssigkeitsaufnahme von zwei Litern 200 Liter Primärharn pro Tag bilden kann. Danke.
Antworten - Kommentar von Gerhard Maier (09.06. 2010 17:49 Uhr):
Die gute alte Eigenurintherapie! Zur persönlichen Sicherheit gibt es 2 Möglichkeiten: Verdünnen wie bei Homeopathie oder Pfefferminzöl zu- fügen zur Desinfektion. Bei Einnahme von Medikamenten bitte davon abraten!! Gruß G. Maier
Antworten - Kommentar von Brigitte Bolz (05.01. 2011 21:24 Uhr):
Ich habe stark Osteoporose. Nehme keine Medikamente Seit ich täglich Urin trinke, geht es den Knochen viel besser. Urin darf man nicht trinken, wenn man Fleisch isst oder Medikamente nimmt.
Antworten