Eigenblutvorrat: Sinnvoll bei großen Operationen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Vor der Operation
vom 7. April 2010, 00:00 Uhr
GNL5356
Die Eigenbluttherapie ist nicht zu verwechseln mit einer Eigenblutspende. Aus Ihrer Eigenblutspende wird beispielsweise vor einer Operation in der Klinik ein Vorrat an eigenem Blut für Sie angelegt. Das ist sinnvoll, wenn Ihnen eine Operation bevorsteht, bei der mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Blutübertragung nötig wird. Das ist zum Beispiel bei allen großen Knochenoperationen der Fall. Auch wenn Sie eine sehr seltene Blutgruppe haben, kann so ein Vorrat hilfreich sein - etwa wenn es Versorgungsengpässe gibt oder Unverträglichkeiten mit dem fremden Blut auftreten. Der wesentliche Vorteil der Eigenblutspende liegt darin, dass Sie damit das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern ausschließen. Außerdem werden Sie Ihr eigenes Blut besser vertragen, denn es enthält ja keine Eiweißstoffe, die Ihnen fremd sind. Zwar werden alle Blutkonserven streng auf Krankheitskeime untersucht und überwacht, doch es ist in den vergangenen Jahren immer wieder mal vorgekommen, dass Verunreinigungen aufgetreten sind - wenn Sie nur einmal an die Fälle von Aids oder Hepatitis durch fremde Blutkonserven denken.
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