Egal, welche Art von Alkohol Sie trinken: Ihr Brustkrebsrisiko steigt
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Alkohol
vom 18. Februar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Der steigende Alkoholkonsum von Frauen ist umso bedenklicher als Frauen wesentlich sensibler auf Alkohol reagieren als Männer. Schuld daran ist ein Enzym, das seine Aktivität bereits in der Magenschleimhaut entfaltet. Dort entschärft es den Alkohol noch bevor er ins Blut gelangt und in den Kopf steigt oder in der Leber landet. Es heißt Alkoholhydrogenase und arbeitet bei Frauen offenbar mit halber Kraft oder noch weniger. Bei Frauen steigen deshalb die Promillewerte schneller an als bei Männern.
Dadurch wird die Leber von Frauen starker durch den Alkohol belastet. Sie muss eine höhere Alkoholkonzentration verarbeiten und reagiert häufig mit Komplikationen. Das kann in einer Leberzirrhose enden. Die Zahl der Leberzirrhosen hat sich in den vergangenen 30 Jahren bei Frauen verdreifacht. Auch andere Organe werden in Mitleidenschaft gezogen. Regelmäßiges Trinken lässt das Risiko für die Krebsentstehung in Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf und Speiseröhre steigen. Auch Leber, Dickdarm, Mastdarm und vor allem die Brust sind krebsgefährdet.
Prof. Helmut Seitz, Mitglied der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, mahnt, dass bereits bei 18 Gramm Alkohol täglich das Brustkrebsrisiko signifikant ansteigt. Rund 10 Prozent Gramm Alkohol zusätzlich steigern es noch einmal auf um etwas mehr als 7 Prozent. Bei 80 Gramm Alkohol am Tag liegt das Risiko um 50 Prozent über normal. Der Typ des getrunkenen Alkohols spielt dabei keine Rolle. Ein Glas "guter" Wein ist in dieser Hinsicht nicht besser als ein Whisky - abgesehen natürlich von dem jeweiligen Alkoholgehalt.
Mit diesen 4 Tipps können Sie Ihren Entzug unterstützen:
- Lernen Sie Entspannungtechniken wie Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder eine asiatische Bewegungskunst wie Tai Chi oder Qi Gong.
- Bewegen Sie sich Sie sich regelmäßig. Sport setzt in Ihrem Körper Gute-Laune-Stoffe frei, die Ihnen die Abkehr von der Sucht leichter machen.
- Ernähren Sie sich gut und ausgewogen. Der Alkohol hat wahrscheinlich dafür gesorgt, dass Sie nicht ausreichend Vitalstoffe erhalten haben. Kochen Sie sich mit Lust und Liebe schöne Mahlzeiten, denn dies lenkt Sie auch ab von der Flasche. Denken Sie daran, dass Sie auch den Alkohol im Essen nicht vertragen können.
- Suchen Sie sich Freunde, mit denen Sie offen über Ihre Suchtprobleme sprechen können. Meiden Sie diejenigen, die selbst trinken.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Harald Metzinger (18.02. 2010 08:23 Uhr):
Bin ganz ihrer Meinung liebe Frau Schneider. Finde es aber schade, dass Ihr Mann noch vor einigen Wochen in seinem Forum die gesundheitsfördernde Wirkung eines guten Glases Wein propagiert hat. Viele Grüße H. Metzinger P.S.: Ihr Rezept für Ofensuppe war einfach genial, vielen Dank!!
Antworten - Kommentar von angelika Trenkle (18.02. 2010 11:55 Uhr):
es wäre hiflreich, die exakten Mengen Alkohol verschiedener Getränke anzugeben. z.B. 0,3 l pils enthält xx g, 0,2 l rotwein mit 13 Vol.% enthält xx g 5 cl Whisky enthalten xx g usf.l oder ein umrechnungsfaktor von volumen auf g - damit wäre der artikel wirklich hilfreich zum weitergeben! (ich selbst trinke keinen alkohol, nur in ausnahmefällen, dann wenig) Freundliche Grüße - at
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