Druck ablassen und sattessen
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 20.12.2007 05:00 Uhr
GNL5356
Trick 4: Lassen Sie Stress Stress sein
Wer sehr unter Druck stehen, neigt dazu, diesen durch die vermehrte Aufnahme von Kalorien auszugleichen. Gleichzeitig schüttet der Körper verstärkt das Stresshormon Kortison aus. Dieses sorgt dafür, dass sich Speck in der Bauchregion ablagert. Studien haben nachgewiesen, dass durch Stress ausgelöster Hunger sogar noch anhält, wenn der Stress längst vorbei ist. Auch psychische Probleme wie Depressionen oder Angst können auf diese Weise zu Übergewicht führen.
Versuchen Sie, sich an den Feiertagen wirklich zu entspannen. Viele Menschen überfrachten ihr Weihnachstfest ebenso wie den Alltag mit Terminen zu überfrachten. Flöhen Sie Ihre Vorhaben aus, und machen Sie nur, was wirklich nötig ist. Diese Tage sollten Ihnen und Ihrer Familie vorbehalten sein. Gönnen Sie sich die Zeit, einmal wieder in Ruhe zu lesen, ein Bad zu nehmen, ein ruhiges Gespräch zu führen, etwas vorzulesen oder eine Tasse Tee zu trinken. Auch ein winterlicher Spaziergang hilft Ihnen, Stresshormone abzubauen.
Trick 5: Essen Sie seltener, aber essen Sie sich dafür richtig satt
Immer wieder wird Abspeckwilligen empfohlen, möglichst viele kleine Mahlzeiten zu essen, um Heißhungerattacken zu vermeiden. Manche selbst ernannten Ernährungsexperten gehen gar soweit zu empfehlen, den ganzen Tag wie eine Ziege zu grasen und verkaufen das als Diät-Geheimnis namens „Grazing“ oder „Snacking“: Lieber sieben Mal ein kleines Häppchen als eine ordentliche Mahlzeit, ist ihre Devise. Das Gegenteil ist richtig: Zwischenmahlzeiten machen dick.
Es mehren sich die wissenschaftlichen Hinweise, dass es für Ihren Körper gar nicht gut ist, wenn er durch ständiges Essen dauernd in Aktion ist. Denn Ihr Stoffwechsel kann nicht alles gleichzeitig bewältigen. So muss Nahrung beispielsweise in verschiedenen Schritten nacheinander in Magen und unterschiedlichen Darmabschnitten aufgeschlüsselt werden. Das dauert einige Stunden, in denen das Verdauungssystem nicht ständig durch Nachschub gestört werden sollte.
Vor allem für die Bauchspeicheldrüse ist das nicht gut, da ihr Insulinstoffwechsel völlig durcheinander gerät. Dann sie signalisiert durch zu häufige Reizung immer schneller ein Hungergefühl, obwohl Sie gar keinen Hunger haben. Sie essen dann einfach meh. als Sie brauchen.
Wenn Sie ständig zwischendurch Hunger bekommen, haben Sie wahrscheinlich vorher nicht das Richtige gegessen. Genießen Sie die weihnachtlichen Hauptmahlzeiten in aller Ruhe, und essen Sie sich ruhig satt. Dann bleibt Ihnen der Hunger zwischendurch sicher erspart.
Aber Achtung: Nicht Ihr Magen bestimmt, wann Sie satt sind, sondern Ihre Augen. Diese reagieren oft erst dann mit einem Sättigungsgefühl, wenn der Teller leer gegessen ist. Füllen Sie sich deshalb lieber Ihren Teller nicht zu voll und machen Sie diesen mit Genuß blitzeblank.