Dreifache Pflanzenkraft für Ihr Herz
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 5. Januar 2012, 06:00 Uhr
GNL5356
Was leisten pflanzliche Mittel in der Heilkunde des Herzens? Eine anthroposophische Arznei bietet hier dem Herzen gute Dienste, darauf weist Dr. Jakob Gruber, Oberarzt und Leiter der Kardiologie am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke in der Fachzeitschrift "Medical Tribune" hin. Es handelt sich um einen Mischung aus der Frühlingsschlüsselblume (Primula veris), der Eselsdistel (Onopordum acanthium) und dem Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), die gemeinsam einen günstigen Einfluss auf den Herzrhythmus ausüben. Das aus den drei Pflanzen hergestellte Mittel Cardiodoron® (Weleda) ist nach seinen Worten nach der Mistel das am besten untersuchte anthroposophische Arzneimittel. Zudem verweist der Kardiologe auf eine langjährige klinische Erfahrung mit dem Präparat.
Die Saponine der Primel stärken die Lunge sowie die systolische Funktion des Herzens. Das Bilsenkraut enthält entspannende Alkaloide, die während der Diastole unterstützend wirken. Und die Eselsdistel verbessert als „nährende" Pflanze die Tätigkeit des Herzmuskels. Durch das Zusammenspiel der drei hilfreichen Heilkräuter wird nach anthroposophischer Anschauung die ausgleichende rhythmische Herztätigkeit unterstützt. In etlichen Fällen werden die Kosten für das Pflanzenpräparat von der Krankenkasse übernommen. Am besten erkundigen Sie sich danach. Indikationen für den Einsatz sind Herzbeschwerden wie Schmerzen im Brustbereich, Atemnot und Schwindel, die etwa durch Angst, Aufregung oder körperliche Anstrengung verursacht werden und wo keine Herzerkrankung zu erkennen ist. Die pflanzliche Arznei kann auch zusammen mit Betablockern oder ACE-Hemmern gemeinsam in der Behandlung von Herzleiden eingesetzt werden, betont der Kardiologe Dr. Gruber.
Nervöse Herzbeschwerden? - Misteltee hilft Ihnen!
Die Mistel ist als Naturheilmittel in Form von Tee, Pulver, Tropfen, Saft, Tinktur und homöopathische Verdünnung rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Diese Zubereitungsformen werden hauptsächlich gegen leichte Herzstörungen, zur Normalisierung des Blutdrucks und gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt, aber auch zur Nervenstärkung. Zusammen mit Weißdorn, Knoblauch oder Hopfen wird die Mistel älteren Menschen als Stärkungsmittel angeboten. Die anregende Wirkung auf Herz- und Kreislauf ist bislang wissenschaftlich jedoch nicht hinreichend erforscht.
So bereiten Sie einen herzstärkenden Tee zu: Ein bis zwei Teelöffel des getrockneten Mistelkrauts aus der Apotheke mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und etwa eine Viertelstunde ziehen lassen. Dreimal täglich eine Tasse Tee trinken.
Kaltangesetzter Misteltee: Zwei bis drei gehäufte Kaffeelöffel kalt mit einem Viertelliter Wasser übergießen und 10 bis 12 Stunden ziehen lassen. Mehrmals umrühren. Abseihen und etwas erwärmen, Zweimal täglich eine Tasse trinken.
Von der Tinktur werden ein bis vier Milliliter täglich empfohlen.
Vom Mistelpulver sollen dreimal täglich eine Messerspitze zur Blutdrucksenkung eingenommen werden.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von walter klausmeyer (05.01. 2012 14:24 Uhr):
wieder mal ein sehr guter artikel für menschen, welche pflanzliche wirkstoffe für ihr herz benötigen, ohne nennens-werte nebenwirkungen!! weiter so!! mir freundlichen grüßen H.-W. Klausmeyer
Antworten - Kommentar von Annette (06.01. 2012 09:37 Uhr):
Ich bin seit einem Jahr bei Dr. Gruber in Behandlung. Alle anderen Ärzte bei denen ich vorher war wollten meine Herzklappe operieren. Ich nehme Kardiodoron und konnte meinen Beta-Blocker kurze Zeit später absetzen. Heute geht es mir sehr gut.
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