"Dopingmittel" kann bei Wundheilung helfen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 29. März 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
Von EPO haben Sie sicherlich schon gehört - dieses Mittel, das das Wachstum von roten Blutkörperchen anregt, gelangte vor einigen Jahren bei der Tour de France zu traurigem Ruhm. Hier wurde es von mehreren Fahrern als Dopingmittel eingesetzt. Dabei handelt es sich eigentlich um ein Medikament, das bei Blutarmut verwendet wird, die zum Beispiel durch eine Chemotherapie ausgelöst wird.
Forscher der Universität Hannover haben EPO, dessen vollständige Bezeichnung Erythropoetin lautet, nun zur Wundheilung verwenden können. Sie haben nachweisen können, dass es bei chronischen Wunden, die durch Diabetes ausgelöst werden, schneller zur Heilung führt.
Die Wissenschaftler hatten das Mittel bei der Therapie von offenen Füßen bei Patienten mit Diabetes Typ I und II verwendet. Hier hatte das Mittel schon in sehr niedrigen Dosen einen großen Erfolg.