Diese homöopathischen Mittel helfen Ihnen bei Wetterfühligkeit
Dr. Michael Spitzbart in Täglich Gesund zum Thema Homöopathische Mittel
vom 15. März 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Schon Hippokrates wusste, dass Ärzte die Jahreszeiten, aber auch die „warmen und kalten Winde" beachten müssen, wenn sie wirklich heilen wollen. Dennoch werden Menschen, die unter Wetterfühligkeit leiden, häufig belächelt. Dabei sind gesundheitliche Probleme, die durch das Wetter oder plötzliche Wetterveränderungen auftreten, keinesfalls auf Einbildung zurückzuführen - und auch nicht selten. Zwischen 30 und 60 % aller Deutschen leiden unter Wetterfühligkeit. Dabei gilt: Je schneller und drastischer das Wetter umschlägt, desto mehr Menschen sind betroffen. Der Grund dafür: Wir sind nur noch wenig draußen, unser Körper ist in sehr geringem Maße den Wettereinflüssen ausgesetzt. Dadurch hat er verlernt, sich schnell genug an die Wetterveränderungen anzupassen.
Die Ursachen der Wetterfühligkeit sind noch nicht richtig erforscht
Warum so viele Menschen mit körperlichen Symptomen auf Wetterveränderungen reagieren, ist noch nicht zufriedenstellend erforscht. Es gibt zwei Theorien, die Wissenschaftler für möglich halten. Zum einen können elektrische Impulse schuld daran sein, die sich durch Gewitter entwickeln. Diese sind nicht nur dort zu spüren, wo das Gewitter herrscht, sondern auch noch weit über tausend Kilometer entfernt. Das könnte die Erklärung dafür sein, warum manche Menschen einen Wetterumschwung „in den Knochen haben", bevor eine Wetterumschwüngen vor Ort tatsächlich eintritt.
Die zweite Theorie geht davon aus, dass bei einem Wetterumschwung die Luftmassen von Tief- und Hochdruckgebieten aufeinandertreffen. Hierbei entstehen Druckwellen, die über den Boden weiterwandern. Sie können die so genannten Baro-Rezeptoren beeinflussen (das sind kleine Sinneszellen an der Halsschlagader). Sie sind für einen geregelten Blutdruck, aber auch für einen gleichmäßigen Herzschlag verantwortlich.
Werden sie stimuliert, kann es zu verschiedenen Auswirkungen auf die Gesundheit kommen. Hierzu gehören
- Kopfschmerzen,
- Schwindelanfälle,
- Herzprobleme, z. B. Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen,
- Schlafstörungen, Erschöpfung und
- Atemprobleme.
Diese homöopathischen Mittel helfen bei Wetterfühligkeit
Es gibt verschiedene Präparate, die Ihnen helfen können - je nachdem, auf welches Wetterphänomen Sie reagieren:
- Bei Föhn, aber auch bei warmen Winden, die zu Kopfschmerzen führen, sollten Sie Veratrum album und Gelsemium einnehmen.
- Kommt es bei Ihnen durch kalten, eher stürmischen Wind oder durch trockene Kälte zu Beschwerden, sollten Sie zu Aconitum greifen.
- Falls Ihre Beschwerden auftreten, wenn das Wetter von trocken zu feucht wechselt, sollten Sie Natrium sulfuricum einnehmen.
- Kommt es bei Ihnen zu rheumatischen Schmerzen, wenn das Wetter nasskalt oder neblig ist, hilft Ihnen Rhus toxicodendron.
- Treten Ihre Beschwerden eher bei schönem trockenen Wetter auf, sollten Sie Causticum einnehmen.
- Leiden Sie bei jedem Wetterwechsel unter Beschwerden, kann Ihnen Phosphor helfen. Es ist auch empfehlenswert, wenn Sie sich bei gewittrigem Wetter schwach fühlen.
- Sind Sie bei Kälte oder feuchtem Wetter erschöpft oder schwitzen Sie bei drückendem Wetter viel, hilft Calcium carbonicum.
- Gehören Sie zu den Frauen, die Hitze und Sonne während der Wechseljahre nicht vertragen, besonders unter Hitzewallungen leiden, empfehle ich Ihnen Lachesis.
- Leiden Sie bei feucht-heißem Wetter unter Hitzestauungen, hilft Belladonna.
- Kommt es bei Ihnen bei jedem Wetterwechsel zu Benommenheit, Schwäche und Schwindel, sollten Sie Cocculus einnehmen.
Diese Homöopathika erhalten Sie in Apotheken mit dem grünen Kreuz. Sie sollten die Präparate in der Potenz D6 oder D12 verwenden. Hiervon nehmen Sie dreimal täglich fünf Globuli.
ähnliche Beiträge
- Welche homöopathischen Mittel Ihnen wobei helfen können
- Welche homöopathischen Mittel Ihnen bei Schmerzen helfen
- Diese homöopathischen Mittel vertreiben Gesichtsschmerzen
- Wie wirken homöopathische Mittel, wo sie kaum Wirkstoffe enthalten?
- Was bedeuten die Potenzen bei homöopathischen Mitteln?
- Diese natürlichen Mittel helfen Ihnen bei Scheideninfektionen
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von kerstin markworth (16.03. 2011 10:04 Uhr):
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe seit ca. 1 Monat Herzrhytmusstörungen; kannte ich bisher nicht . Die Ärzte können nichts feststellen. Ich muß allerdings dazu sagen, daß ich seit 22.9.2010 an Zuhause gebunden bin, da ich mir einen Bänder-abriß zugezogen habe. Also wenig oder gar keine Bewegung, schon gar nicht in der Natur. Leichter Schwindel und Brechreiz gesellen sich dazu. Ich bin 49 Jahre und mitten in den Wechseljahren. Kann hier eine Wetterfühligkeit beteiligt sein? Freundliche Grüße Kerstin Markworth
Antworten - Kommentar von rolf (16.03. 2011 11:45 Uhr):
Guten Tag! Wichtiger als Medikamente zu nehmen ist es die Wetterfuehligkeit zu akzeptieren. Seit ich dass tue und bei akutem Befinden eine Ruhephase einlege, geht es mir wieder besser. Das interessante dabei: Selbst wenn ich bei einem bevoestehenden radikalen Wetterumschwung am Tage fuer Stunden ins Bett krauche, ist meine gesamt Tagesleistung hoeher als wenn ich krampfhaft versuche, die Schwaeche zu ignorieren. rolf
Antworten