Die neuen TV Empfangstechniken – das müssen Sie wissen!
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 9. Februar 2012, 10:00 Uhr
GNL5356
Nur noch ca. 11 Wochen, dann gehen bei rund 2,3 Millionen Haushalten, die ihre Fernsehprogramme via analoger Technik empfangen, die Bildschirme aus. Am 30. April wird unwiderruflich von analog auf digital umgeschaltet. Wird den Umstieg verpasst, schaut buchstäblich in die Röhre - und sieht nichts mehr. In dieser und in den beiden nächsten Ausgaben Ihres Verbraucherschutz-Vertraulich-Newsletters zeige ich Ihnen deshalb, was Sie tun können, um sich nicht plötzlich im Tal der Ahnungslosen wiederzufinden bzw. welche alternativen Empfangsmöglichkeiten es gibt.
Die Schüssel ist nach wie vor die am weitesten verbreitete Empfangsquelle. 70 deutschsprachige Sender, davon etwa ein Zehntel in HD-Qualität und eine Unzahl ausländischer Stationen sorgen für grenzenloses Empfangsvergnügen. Wenn Ihre Satelliten-Anlage nicht älter als 10 Jahre ist, ist sie möglicherweise bereits digitaltauglich. Das können Sie ganz einfach feststellen, wenn Sie auf die ARD-Videotextseite 198 gehen. Dort wird Ihnen automatisch Ihr Empfangsstatus angezeigt. Zum Umstieg auf digital benötigen Sie einen Digitalreceiver (gute, HD-taugliche Geräte gibt es schon um 70 Euro, sowie einen digitaltauglichen LNB - das ist das Teil, was am Ende des Arms Ihrer Satellitenschüssel montiert ist (ca. 20 Euro).
Bei Fernsehern mit eingebautem DVB-S2-Empfänger entfällt der Receiver-Neukauf. Bei etwas handwerklichem und technischem Geschick und guter Erreichbarkeit der Antenne können Sie die Umstellung selbst vornehmen, sonst hilft der Fachmann. Am kommenden Dienstag lesen Sie: Digital-Empfang via Kabel.