Die „neue Medizin der Gefühle“ braucht keine Medikamente

in Naturmedizin aktuell
vom


Die neue Medizin der Emotionen geht von dieser Erkenntnis aus: Jeder Mensch hat zwei Gehirnhälften. Die eine - die emotionale - ist für die Gefühle zuständig, die andere - die rationale - für den Verstand. Das emotionale Gehirn ist entwicklungsgeschichtlich gesehen der ältere Bereich und steuert auch die automatischen Abläufe in Ihrem Körper wie Atmung, Herzschlag oder Immunsystem. Sind beide Seiten im Einklang, fühlen Sie sich rundum wohl. Stress perlt an Ihnen ab, und Krankheiten können Ihnen nichts anhaben.


Doch Stress bringt die Harmonie Ihrer Gehirnhälften durcheinander. Gerät diese aus dem Tritt, schaltet die emotionale Gehirnhälfte die rationale einfach ab. Der Verstand hat nichts mehr zu sagen, die Gefühle übernehmen das Kommando, und Sie entwickeln das Gefühl, nichts mehr unter Kontrolle zu haben. Jeder "normale Mensch", dessen Gehirn gesund ist, reagiert so. Dafür ist der sogenannte Mandelkern - die Amygdala - in der Gefühlszentrale, dem limbischen System, verantwortlich.

Im Mandelkern sind alle Ihre gefühlsmäßigen Erinnerungen unauslöschbar gespeichert. Sie lassen sich durch nichts beeinflussen, nicht herausheulen, nicht fort diskutieren, nicht totschweigen, nicht durch einen Wutanfall beseitigen - ob sie gut sind oder schlecht, Ihnen gut tun oder schaden, sie sind Ihre treuen lebenslänglichen Begleiter. Der Mandelkern reagiert sogar auf Gerüche und Geräusche: Riechen Sie beispielsweise den Duft, den Sie mit einer verflossenen Liebe verbinden, tauchen auch die alten Gefühle wieder auf. Wer einen Unfall erlebt hat, schreckt bei bestimmten Geräuschen auf und durchlebt noch einmal die Emotionen der Situation. Allerdings können Sie lernen, mit Ihren Gefühlen umzugehen. Lesen Sie mehr dazu in der morgigen Ausgabe.


von
Sylvia Schneider

Erfahren Sie hier mehr zu Sylvia Schneider - aus dem Redaktionsteam von FID Gesundheitswissen.

 
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Kommentar von Robert Gollnau

Ein wahnsinnig interessantes Thema! Freue mich sehr auf die kommenden Ausgaben. Herzliche Grüsse aus dem Allgäu!

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Kommentar von Paul Schmidt

Dieser Artikel ist sehr informativ und hilfreich. Vielen Dank

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Kommentar von Doris

Sie habe ja so etwas von recht. Ich betreue eine Interessengemeinschaft, unter den Betroffenen gibt es immer wieder welche die mit "ihrem Schicksal hadern. Wir sprechen dann so lange mit den Patienten (auch telefonisch) bis sie wieder aus dem "tiefen Loch" heraus sind, und weir wieder zusammen lachen können. Wir raten diesen Patienten auch: jeden Morgen imSpiegel sich selber anzulachen, man glaubt gar nicht wie schwierig das sein kann. Viel Erfolg mit dem morgentlichen lächeln!! Ich bin auf den morgigen Beitrag sehr gespannt.

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Kommentar von Irmingard Mädler

Jaaaaaa - völlig richtig !!! Genauso ist es !!!! "gewisse Wunden und Erinnerungen heilen nicht. Sie bleiben ein Leben lang. Man lernt nur, damit umzugehen" Herzliche Grüsse aus dem Chiemgau ;-) MIMSI Alles wird besser und besser, wenn man sich selbst am meisten endlich liebt und so akzeptiert, wie man eben ist und lebt - Lernen lernen und nochmals lernen und nicht mit dem "Schicksal" hadern, das Leben IST schön, auch mit Höhen und Tiefen und Nackenschlägen !! und man hat nur dieses EINE Leben ...Wann ?? - wenn nicht heute endlich damit anfangen - Man muss nur die Augen und das Herz offen halten - dann sieht man das "Schöne" und "Gute" dieser, unserer Welt !!!!!!!!!!!!!!

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Kommentar von Wolfgang

Wenn das wirklich so ist, verstehe ich auch,(nach einer nicht immer leichten Kindheit,-die bis in das Erwachsenenalter reicht), warum immer, wenn um mich herum Harmonie, Zuneigung und mehr ist, beim singen ganz bestimmter Lieder (Harmonien),ich einfach weine, Traenen nicht stoppen kann. Das stoert mich beim Singen im Kor natuerlich. Und wenn ich heute (bin 58J,) eine liebevolle Beziehung mit Harmonie aufgebaut habe, kommt durch eine bestimmte Situation angetriggert Zweifel, emotionaler Absturz, nicht verstehen was passiert. Danke fuer den Beitrag, er hat wohl meine jetzige Beziehung gerettet.

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