Die Mariendistel schützt Ihre Leber
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 31.08.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
sie ist eine der schönsten und größten Disteln und schon lange im Einsatz der Gesundheit. Heute ist die Mariendistel (Silybum marianum) das Lebermittel Nummer Eins unter den erfolgreichen Heilpflanzen. Heute werden vor allem die Früchte der Mariendistel medizinisch genutzt. Sie enthalten den Wirkkomplex Silymarin. In zahlreichen Studien wurden dessen günstige Wirkungen auf den Leberstoffwechsel bestätigt.

Mariendiestel: Das Lebermittel Nummer Eins
Überernährung und übermäßiger Alkoholgenuss führen langfristig zu Leberschäden. Dabei kann auch ein großer Teil der Leberzellen zerstört werden. Besonders gefürchtet ist die Leberzirrhose, bei der die Leber langsam zugrunde geht. Auch eine Leberentzündung oder Leberverfettung kann das Organ nachhaltig schädigen. Hier setzt die Wirkung des Inhaltsstoffes Silymarin an: Das Lebergewebe wird gestärkt und kann sich wieder erholen. In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass leberschädigende Stoffe durch diese Heilpflanze deutlich abgeschwächt oder außer Gefecht gesetzt werden.
Die Mariendistel eignet sich sogar für die unterstützende Behandlung der Leberzirrhose, wie Professor Reinhard Saller von Universitätsspital Zürich berichtet. In 5 Studien konnte ein deutliches Nachlassen der Sterblichkeit nachgewiesen werden, so der Experte. Auch gefürchtete Begleiterscheinungen der Leberzirrhose wie Blutungen wurden demnach eingedämmt.
Bei diesen Leiden wird die Mariendistel als begleitende Maßnahme zur Schulmedizin empfohlen:
- Gallenbeschwerden
- Gelbsucht
- Leberzirrhose
- Hepatitis
- Vergiftungen – insbesondere durch Alkohol, Drogen und Chemikalien
Gönnen Sie Ihrer Leber ab und zu eine Kur mit Mariendistel
Bereits in der Antike war die Galle treibende Wirkung der Pflanze bekannt. Die heilkundige Äbtissin Hildegard von Bingen setzte sie gegen Stechen in den Organen – insbesondere des Herzens – ein. In der Volksmedizin wird die Mariendistel auch bei Unterschenkelgeschwüren, Krampfadern und offenen Beinen angewendet. Diese Wirkungen sind jedoch wissenschaftlich nicht nachgewiesen.
Die Mariendistel wird meist als Fertigpräparat verwendet. Es gibt sie als Tabletten, Dragees oder als Tropfen in Reformhaus und Apotheke.
Sie können sich auch einen Mariendistel-Tee aus den Samen zubereiten: Überbrühen Sie 1 gehäuften TL Samen mit 1/4 l Wasser, kochen dies einmal kurz auf und lassen es 15 Minuten ziehen, dann seihen Sie den Tee ab. Der Tee wird dreimal täglich vor den Mahlzeiten schluckweise und sehr warm getrunken.
Wenn Sie Ihre Leber durch zu viel Alkohol strapazieren, sollten Sie ihr ab und an eine Kur mit Mariendistel gönnen – entweder mit einem Fertigpräparat oder einer Teekur.