Die Lymphdrainage unterstützt den Abtransport der Gewebsflüssigkeiten
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Lymphdrainage
vom 18.01.2008 06:00 Uhr
GNL5356
Als besonders hilfreich bei einem Lymphödem gilt die spezielle Lymphdrainage. Sie sollte möglichst früh nach der Krebstherapie einsetzen, damit das Gewebe nicht überstrapaziert wird und „ausleiert“. Lymphödem-Behandlungen sind eine Variante der klassischen Massagen. Sie dürfen nur von Krankengymnasten und Masseuren durchgeführt werden, die speziell ausgebildet und geprüft wurden. Durch häufiges Wiederholen spezieller Handgriffe, die ohne großen Druck ausgeführt werden, soll das Lymphsystem angeregt werden, mehr Lymphe zu transportieren und das Gewebe zu entlasten. Damit das Ödem sich nicht ausbreitet, sollte eine Kompressionsbandage getragen werden. Nicht angewendet werden darf die Lymphdrainage bei akuten Entzündungen, Thrombosen und Krebsbefall der Lymphknoten in der Achselhöhle.
Auch krankengymnastische Übungen können helfen, damit Ihre Schulter nicht steif wird. Zwei kleine Übungen für jeden Tag:
- Sie stehen mit gespreizten Beinen fest auf dem Boden. Beugen Sie nun den Oberkörper leicht vor und lassen Sie den Arm eine Weile lang kreisen. Ziehen Sie immer größer werdende Kreise.
- Stellen Sie sich vor eine Tür oder eine Wand und krabbeln mit den Fingern langsam die Wand hinauf. Wechseln Sie nach einer Weile das Tempo und lassen Sie die Finger immer etwas weiter hinauf klettern.
Wenn Sie vor der Operation Sport getrieben haben, sollten Sie diesen nach der Operation weiter betreiben. Schwimmen ist eine gute Übung, um die Schulter beweglich zu halten und den Arm zu entspannen. Allein das Wasser wirkt wie eine leichte Massage. Auf keinen Fall sollten Sie entwässernde Präparate einnehmen.