Die Kraft der Traubensilberkerze in den Wechseljahren
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 16. April 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Zu besten Ergebnissen kommen die wissenschaftlichen Untersuchungen über die Wirkungen der östrogenähnlich wirkenden Substanzen der Traubensilberkerze. Ihre wichtigsten Wirkstoffe sitzen vor allem im Wurzelstock. Cimicifugin und Actein helfen gegen typische Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlaflosigkeit. Die Traubensilberkerze enthält keine Isoflavone und wirkt nicht direkt wie Östrogen. Somit hat sie auch keinen negativen Einfluss auf das Wachstum des Brustgewebes, wie es sich in letzter Zeit immer häufiger bei Sojapräparaten nachgewiesen wird.
Aber auf Umwegen hat ihr Wirkstoff dennoch einen ähnlich positiven Effekt. Nach neueren Untersuchungen entfaltet die Traubensilberkerze ihre hormonähnliche Wirkung bevorzugt nur an bestimmten Organen - also nicht generell an allen, die auf Östrogene reagieren. Der Extrakt scheint auch vor Osteoporose zu schützen. Gegen Hitzewallungen wirkt die Heilpflanze oft genauso gut wie ein Hormonpräparat. Depressive Verstimmung, Nervosität, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Schlafstörungen und Probleme mit dem Sex wurden sogar besser beeinflusst als durch Östrogene. Allerdings braucht es wie bei allen pflanzlichen Präparaten einige Zeit Geduld, bis sich die erste Wirkung bemerkbar macht. Man rechnet allgemein mit vier bis sechs Wochen.