Die Ingwerwurzel vertreibt Fieber und Erkältungen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Ingwer
vom 28. Dezember 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Sie fragen mich immer wieder nach der Wirkung der exotischen Ingwerwurzel. Darüber habe ich Ihnen zwar in letzter Zeir mehrfach berichtet, doch einmal mehr kann wohl nicht schaden. Die Ingwerwurzel wirkt schweißtreibend, sie hilft Ihrer Infektionsabwehr in dieser Jahreszeit. Die Ingwerstaude stammt ursprünglich aus Südasien. Im Fernen Osten schätzt man Ingwer noch heute als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden. Deshalb ist er dort in vielen traditionellen Mahlzeiten zu finden. Auch die Chinesen vertrauen seinen Heilwirkungen, und im Ayurveda gilt er gar als Universalheilmittel. Im Orient wurde dem Ingwer eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Die Römer verlangten Steuer für die heilende Wurzel, weil sie diese für so wertvoll hielten. Noch vor dem Mittelalter gelangte sie auch nach Europa, wo sie zunächst wie Salz als Tischgewürz verwendet wurde.
Zum Einsatz kommt nur die geschälte Wurzel des Ingwers - sei es in frischer oder pulverisierter Form. Sie riecht und schmeckt unverwechselbar würzig. Der arzneilich verwendete Ingwer stammt ausschließlich aus der Kulturzüchtung. Heute ist die Ingwerwurzel vor allem Bestandteil vieler Würzmischungen wie etwa Curry.
Für die heilenden Eigenschaften werden vor allem die Gingerole verantwortlich gemacht. Sie regulieren Magensäfte, Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle. Keine andere Heilpflanze wirkt so gut gegen Übelkeit und Erbrechen - insbesondere auf Reisen. Sie lindert Brechreiz und beruhigt einen aufgeregten Magen. Der Fluss von Galle, Speichel und Magensaft wird angeregt, der Magen- und Darmtrakt sowie die Herzkraft gestärkt. Diese Wirkungen sind von der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes offiziell anerkannt.
Das sind die bewährten Wirkungen von Ingwer:
- kreislaufanregend
- blähungstreibend
- krampflösend
- schweißtreibend
- entzündungshemmend
- antiviral
- schmerzstillend
- nervenberuhigend
- durchblutungsfördernd
- herzstärkend
- antithrombotisch
Bei Schwangerschaftsübelkeit ist Ingwer allerdings nicht empfehlenswert, da er die Gebärmuttermuskulatur anregt und unter Umständen wehenauslösend wirken kann. Auch bei Gallenkoliken ist Ingwer tabu. Nebenwirkungen sind ansonsten nicht bekannt.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Misera Rudolf (28.12. 2011 09:06 Uhr):
Ich habe im Internet eine Empfehlung für Ingwer für Pferde als entzündungshemmendes Mittel gelesen. Leider mag es mein Pferd nicht. Nun nehme ich es seit einigen Wochen (reiner Ingwer mit einem Gingeroke gahalt von 2,5 %) und die Wirkung ist phantastisch: meine Gelenkschmerzen sind wie weggeblasen! Fazit: sehr empfehlenswert!!
Antworten - Kommentar von Karl Weiß (28.12. 2011 13:08 Uhr):
Ich kann das nur bestätigen. Meine Frau und ich trinken seit etwa 2 Jahren regelmäßig abends 1 Tasse Ingwerteee. Wir haben seitdem keine Erkältungen mehr !
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