Die echte Grippe ist gefährlich
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Grippe
vom 11. September 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Während wir die erste Herbstsonne genießen, läuft sich schon die nächste Grippesaison warm, um uns demnächst mit ihren Viren zu überfallen. Die echte Grippe - die Influenza - ist eine schwere Erkrankung, die sich jedes Jahr wieder in Wellen ausbreitet. Die Influenza-Viren sind Verwandlungkünstler und treten in immer wieder neuer Form auf, so dass weder eine überstandene Ansteckung noch die Impfung vom letzten Jahr gegen das aktuelle Influenza-Virus hilft. Denn jedes Jahr gibt es ein neues Virus.
Eine Grippe beginnt sehr plötzlich mit einem leichten Frösteln, dann kommt es zu hohem Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Augen-, Kopf- und Gliederschmerzen, Entzündungen in Hals, Rachen und Bronchien. Das Herz wird beeinträchtigt, der Blutdruck sinkt. Bei einem guten Verlauf sind Sie mindestens drei Wochen lang ans Bett gefesselt. Zehntausende Menschen sterben aber jedes Jahr daran. Dabei handelt es sich meist um ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, bei denen sich noch eine so genannte bakterielle Superinfektion aufsattelt.
Neben einer vitalstoffreichen Ernährung (Zink !) und ausreichend Bewegung ist die Impfung der wichtigste Schutz. Das Serum wird von Jahr zu Jahr unter der Kontrolle der Weltgesundheitsorganisation WHO an das aktuelle Virus angepasst. Empfohlen wird die Impfung allen, die
- über 60 Jahre alt sind
- an einer chronischen Erkrankung leiden wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Atemwegsleiden, Leber- und Nierenschäden oder Diabetes
- in enger Gemeinschaft leben, zum Beispiel in einem Heim
- zum Pflege- oder Betreuungspersonal gehören oder zu Hause einen Menschen pflegen
- im Sozialdienst tätig sind
- beruflich viel Publikumsverkehr haben - als Verkäuferin, Lehrerin, Kindergärtnerin oder im Schalterdienst etwa.
Wenn Sie zu den Bevölkerungsgruppen gehören, denen eine Grippeimpfung nahegelegt wird, sollten Sie das jetzt schon für den September, spätestens Oktober einplanen. Selbst wenn Sie Impfungen kritisch gegenüberstehen, sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie sich nicht doch lieber impfen lassen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach den aktuellen Impfterminen.
In der nächsten Woche berichte ich Ihnen, was Sie selbst zur Stärkung Ihres Immunsystems unternehmen können.