Die besten Naturheilmittel aus dem Kräutergarten
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 25.03.2008 10:00 Uhr
GNL5223
„Küchenmedizin“ ist eine sehr alte Wissenschaft mit großem Erfahrungsschatz. Ihre Erkenntnisse wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Aber in der modernen Schulmedizin scheint für dieses Wissen nur wenig Platz zu sein. Doch machen Sie sich nicht auch manchmal Sorgen über Nebenwirkungen chemischer Produkte? Heilkräuter sind da eine echte Alternative. Hier die wichtigsten Tipps, wie Sie sich die kostengünstigen, heilenden Kräfte ins Haus holen können:
Planen Sie in Ruhe Ihren Kräutergarten, auch wenn der Frühling noch weit entfernt zu sein scheint. Manche Sorten werden im Frühbeet vorgezogen, andere säen Sie ab April/Mai direkt ins Freie. Sie brauchen aber nicht unbedingt ein Beet vor dem Haus. Balkon oder sogar die Fensterbank genügen.
Bereiten Sie für jedes Kraut ein Tontöpfchen vor. Sie können so einzelne Pflanzen leichter austauschen. Achten Sie darauf, dass Ihre Kräuter genug Licht und Luft bekommen. Informieren Sie sich schon jetzt, welche Kräuter in Ihrer „grünen Apotheke“ Platz finden sollen. Manche können Sie auch fertig kaufen. Dabei sollten Sie auf solche aus biologischem Anbau zurückgreifen. Tipp: Nicht alle Kräuter vertragen sich im Beet miteinander. So gehört Kümmel nicht neben Koriander, Salbei nicht neben Sellerie, Beifuß nicht neben Liebstöckel.
Viele Kräuter kommen als Tee zur Anwendung und sind in jedem Supermarkt oder in speziellen Zubereitungen auch in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Tipp: Tee als Hausmittel – das klingt harmlos. Doch auch Kräutertees sind Medikamente! Halten Sie sich also immer genau an die Dosierungs- und Zubereitungsangaben auf den Verpackungen.
Haben Sie Ihre Kräuter selbst gezogen, können Sie sich in den meisten Fällen an folgende Zubereitung (für innerliche Anwendung) halten: 2 gehäufte TL mit 1/4 l siedendem Wasser übergießen. Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb abseihen. Normalerweise trinkt man 2 bis 3 Tassen schluckweise und nicht allzu warm zwischen den Mahlzeiten.
Wichtig ist, dass Sie wissen, gegen welche Beschwerden welches Kraut gewachsen ist. So können Sie die Pflanzenkraft auch kulinarisch nutzen. Hier die wichtigsten Kräuter für Ihre Küche, und wie sie wirken:
Basilikum ist appetitanregend, beruhigt den Magen, fördert die Verdauung und den Stoffwechsel. Es wirkt entzündungshemmend und hilft gegen bakterielle sowie virale Erkrankungen.
Borretsch wirkt antidepressiv, ist blutreinigend und gut für Ihre Haut.
Dill ist gut gegen Blähungen und hilft bei Nervenprobleme und Schlafstörungen.
Estragon gilt als appetitanregend, magenberuhigend, entkrampfend und entwässernd.
Kresse stärkt den Magen, regt Galle, Nieren und Leber an. Sie hilft gegen Blutarmut und Arteriosklerose.
Kerbel wirkt blutbildend, blutreinigend, stoffwechselfördernd und entwässernd.
Majoran ist appetitanregend, beruhigend und verdauungsfördernd. Und er kurbelt den Fettabbau an.
Petersilie wirkt stark entwässernd.
Pfefferminze ist erfrischend kühlend, magenberuhigend und hilft bei Kopfschmerzen und Durchfall.
Pimpernell hilft bei Erkältungen und regt Galle, Leber sowie Nieren an.
Rosmarin lindert Kopfschmerzen, stärkt Herz und Nerven, regt stark den Kreislauf an.
Salbei ist entzündungshemmend und magenberuhigend.
Schnittlauch wirkt harntreibend und verdauungsfördernd.
Thymian beruhigt, entwässert, senkt Fieber, macht Fettes bekömmlicher und fördert die Verdauung.
Zitronenmelisse ist belebend, entspannend, appetitanregend und magenberuhigend.
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