Die ärztliche Diagnose gibt den Startschuss
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 21. Juli 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Zunächst muss Ihr HNO-Arzt Ihr betroffenes Ohr gründlich untersuchen und gemeinsam mit Ihnen nach der Ursache für den Tinnitus suchen. Denn nur, wenn Sie die Ursache kennen, wird es Ihnen gelingen, die Geräusche als gegeben hinzunehmen und sie anders zu bewerten. Der HNO-Arzt wird Sie an die anderen Therapeuten weiter verweisen.
2. Schritt: Gespräche decken Ihre Schwachstellen auf
Speziell ausgebildete Fachleute sollten Sie nun psychologisch beraten. Bei Stress, innerer Anspannung, verdeckten Konflikten, Arbeitsplatz- oder Partnerschaftsproblemen, depressiver Verstimmung, Unter- und Überforderung - wie sie bei den Betroffenen besonders häufig sind, können Gespräche mit Experten helfen. So werden Zusammenhänge schneller aufgedeckt und Bewältigungsstrategien entwickelt. Denn der Tinnitus ist nach den Erfahrungen der Experten auch eine Begleiterscheinung der immer schnelleren und lauteren Lebensweise. Stress, Sorgen und Termindruck schlagen gestressten Menschen zunehmend auf die Ohren. Die Morsezeichen aus dem Innenohr signalisieren dann: „Halt ein, gib Ruhe, lass uns etwas verändern!" Wenn Sie dies schaffen, haben Sie Ihren inneren Seismografen Gehör verschafft. Er wird Sie dann auch künftig an die notwendigen Verschnaufpausen erinnern.