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Wundrose: Gehen Sie zum Arztt

Wenn Sie einen Hautausschlag an Ihrem Körper bemerken, der dem zuvor beschriebenen gleicht, und er sich zudem ausbreitet, sollten Sie noch am selben Tag den Arzt aufsuchen. Kommen Fieber oder Schmerzen dazu oder der Ausschlag verändert sich stark, sollten Sie eine Notfallambulanz konsultieren.

Das Erscheinungsbild der Haut kann die Diagnose erleichtern. Blutuntersuchungen und das Anlegen einer Bakterienkultur können helfen, eine Durchblutungsstörung in der Beinvene (Thrombose) auszuschließen. Denn die Symptome beider Erkrankungen ähneln sich stark.

Um Erysipel und andere Infektionen zu verhindern, können Sie bei Hautverletzungen vorbeugen:

  • Säubern Sie die Wunde täglich – das kann zum Beispiel vorsichtig beim Baden geschehen.
  • Tragen Sie eine antibiotikahaltige Creme oder Salbe auf – Bei den meisten oberflächlichen Verletzungen bietet sie ausreichenden Schutz.
  • Bedecken Sie die Wunde mit einem Verband – Sie können so dazu beitragen, die Wunde sauber zu halten und das erneute Eindringen von Bakterien zu verhindern. Falls Sie offene Blasen haben, decken Sie diese ab, bis sich eine Kruste gebildet hat.
  • Wechseln Sie oft den Verband – Wechseln Sie ihn täglich oder wenn immer er durchnässt oder verschmutzt ist.

Ihr Arzt wird Ihnen zur Behandlung des Erysipel ein orales Antibiotikum verschreiben, das Sie über 10 Tage einnehmen müssen. Ein bis zwei Tagen nachdem Sie mit der Einnahme begonnen haben, wird Ihr Arzt Sie eventuell noch einmal einbestellen.

In den meisten Fällen gehen die Symptome nach wenigen Tagen zurück. Falls doch nicht, sie gar stärker werden oder Sie höheres Fieber bekommen, müssen Sie stationär ins Krankenhaus. Die Ärzte dort werden Ihnen ein Antibiotikum intravenös verabreichen. Normalerweise wählt der Arzt ein Antibiotikum aus, welches sowohl gegen Streptokokken als auch gegen Staphylokokken wirkt.

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