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Wir zeigen Ihnen was Sie tun können, wenn Sie sich einen Wolf gelaufen haben.

Eine Wundrose (Erysipel) ist außerordentlich schmerzhaft. Sie entsteht, wenn Bakterien (fast immer Streptokokken) über eine Wunde in die Lymphgefäße der Haut eindringen und sich dort ausbreiten. Dafür reicht schon ein kleiner Hautriss oder ein Mückenstich aus.

Wer eine geschwächte Immunabwehr hat, ist besonders gefährdet. Der Körper reagiert auf die bakterielle Infektion mit einer schweren Entzündung und oft mit hohem Fieber. Die infizierten Hautbereiche werden puderrot, schmerzen heftig und schwellen an. Sie sind berührungsempfindlich und warm.

Die Infektion kann von Fieber begleitet werden. Mit der Zeit dehnt sich die gerötete Hautfläche aus und es bilden sich kleine rote Punkte darauf. Seltener entstehen Blasen, die aufplatzen. Die beschriebenen Symptome treten innerhalb von Stunden nach der Infektion auf.

Die Rötung oder der Hautausschlag können auf eine tiefere, ernstere Infektion der unteren Hautschichten hindeuten. Sind die Bakterien erst einmal durch die Haut in den Körper eingedrungen, können sie sich durch die Lymphknoten und den Blutstrom rasch verbreiten.

In seltenen Fällen breitet sich die Infektion in tieferen Gewebeschichten (Fasziengewebe) aus. Daraus kann eine nekrotisierende Fasciitis (ein gewebezerstörender entzündlicher Prozess) resultieren, die einen absoluten Notfall darstellt.

Verwechselt wird das Erysipel häufig mit einer Blutvergiftung (Sepsis), denn wenn die Entzündung größere Lymphgefäße erreicht, kommt es zur Lymphangitis, die sich durch einen roten Strich auf der Haus bemerkbar macht.

Dies hielt man lange Zeit irrtümlicherweise für das Zeichen einer Blutvergiftung. Allerdings kann sich eine Sepsis entwickeln, wenn sich die Entzündung rasch über den ganzen Körper ausbreitet. Das ist jedoch sehr selten der Fall, denn die Wundrose ist eher lokal begrenzt.

Eine Hautinfektion, die sich leicht ausbreitet

Mit zunehmendem Alter lässt die Transportleistung Ihres Kreislaufsystems nach. Nicht mehr alle Körperbereiche werden ausreichend mit Blut und damit auch mit weißen, für die Abwehr von Infektionen zuständigen, Blutkörperchen (Leukozyten) versorgt. Dann können sich Hautabschürfungen leicht infizieren, insbesondere an Stellen, die schlecht durchblutet sind.

Das Erysipel (Wundrose) ist eine solche oberflächliche Hautinfektion. Wird sie nicht behandelt oder bei einem schweren Verlauf kann sich die Infektion in die Lymphknoten und in den Blutstrom ausbreiten. Daher ist es wichtig, die Anzeichen und Symptome einer Erysipel zu erkennen und rechtzeitig ärztlichen Rat zu suchen.

Mit einem roten Ausschlag fängt es an

Erysipel wird durch spezielle Bakterienarten (vor allem Streptokokken und Staphylokokken) verursacht. Sie gelangen durch eine Verletzung in die Haut. Obwohl ein Erysipel überall am Körper auftreten kann, betrifft es doch am häufigsten die Beine, besonders den Bereich um die Schienbeine und Knöchel.

Offene oder verletzte Hautbereiche, beispielsweise nach einer Operation, einem Schnitt, einem Insektenstich, einem Geschwür, einer Dermatitis oder einer Dermatophytose dienen den Bakterien als Eintrittspforte.

Zudem können die Erreger durch Bisse bestimmter Insekten oder Spinnen übertragen werden. Auch trockene, schuppige Hautbereiche oder Schwellungen ermöglichen den Bakterien ein leichtes Eindringen.

Diese Maßnahmen können Ihnen helfen

Die Intertrigo wird vermutlich nicht von allein wieder verschwinden. Sie können versuchen, die Haut trocken zu halten und eine nicht-verschreibungspflichtige Zinkoxid-Salbe oder ein Antipilz-Puder aufzutragen.

Zu den weiteren Therapien, die Ihnen Ihr Arzt empfiehlt, gehören zum Beispiel: Antipilz- oder antibakterielle Salben, orale Antibiotika sowie eine verdünnte Essig-Lösung, die helfen kann, die mit der bakteriellen oder Pilzinfektion verbundenen Keime abzutöten.

Eine milde Hydrocortison-Salbe kann die Hautentzündung lindern. Wenn ein Erythrasma mitbeteiligt ist, kann das Antibiotikum Erythromycin besonders hilfreich sein.

Weitere, mit Wundreiz in der Leistengegend verbundene Übeltäter sind:

  • Ekzem (Dermatitis) – Ob Sie nun seit Ihrer Jugend immer wieder Phasen mit entzündlichen, juckenden Hautreaktionen erlebt haben oder dies erst seit Kurzem auftritt, ein Aufflackern dieser roten bis braun-grauen Flecken kann sehr unangenehm sein. Die dünnen schuppigen Stellen auf entzündeter Haut nässen und verkrusten, wenn daran gekratzt wird. Wenn Selbsthilfemaßnahmen wie Vermeiden von Reizstoffen, nichtverschreibungspflichtige Salben und Feuchtigkeitscremes nicht ausreichen, kann Ihnen Ihr Arzt kortisonhaltige Salben verschreiben. Orale Antihistaminika können ebenfalls helfen.
  • Inverse Psoriasis – Dieser Typ der Schuppenflechte tritt in Form von weichen, roten Flecken auf der Haut auf und kann durch Reibung und Schweiß verschlimmert werden. Am häufigsten kommt sie bei übergewichtigen Menschen vor. Wie das Ekzem kann auch eine Psoriasis für eine Zeit lang aufflackern und dann wieder abklingen. Zu den üblichen Behandlungen gehören topische Kortikosteroide oder topische entzündungshemmende Medikamente mit dem Namen Calcineurin-Inhibitoren wie zum Beispiel Tacrolimus (Protopic®) oder Pimecrolimus (Eidel®). Manchmal kann auch eine bakterielle Infektion der Haut wie zum Beispiel Streptokokkus zu einer Psoriasis führen. In einem solchen Fall ist ebenfalls eine Behandlung erforderlich.
  • Tinea Cruris – Von dieser Hautpilzinfektion sind nicht nur schwitzende Sportler betroffen. Dieser juckende, rote und sehr häufig ringförmige Ausschlag kann ein brennendes Gefühl auslösen. Er tritt überwiegend in warmen, feuchten Hautarealen der Innenschenkel, des Gesäßes und der Genitalien auf. Sie sind anfälliger, wenn Sie stark schwitzen, stark übergewichtig sind, Diabetes oder ein Ekzem haben. Tinea Cruris wird durch Pilze verursacht, die man als Dermatophyten bezeichnet. In vielen Fällen lässt sich die Hautpilzinfektion mit nicht-verschreibungspflichtigen Antipilzsalben, Lotionen, Puder oder Sprays behandeln. In schwerwiegenden Fällen können verschreibungspflichtige topische oder orale Antipilzmedikamente erforderlich sein.
  • Folliculitis – Kleine Haarfollikel befinden sich fast überall auf Ihrer Haut. Wenn diese Follikel durch Reibung mit der Kleidung oder durch übermäßiges Schwitzen beschädigt werden, können sie sich durch Bakterien infizieren. Dies kann zu juckendem Ausschlag führen, der aus kleinen, weißlichen Pickeln um den entzündeten Follikel herum besteht. Unter folgenden Bedingungen sind Sie möglicherweise anfälliger für eine Folliculitis: Wenn Sie bereits eine Hautkrankheit wie eine Dermatitis haben, Sie Diabetiker oder stark übergewichtig sind, oder wenn Sie in einem warmen, feuchten Klima leben. Manchmal klingt eine Folliculitis innerhalb von 2 bis 3 Tagen wieder ab. Wenn sie sich jedoch ausbreitet oder erneut auftritt, sollten Sie sich von Ihrem Arzt antibiotische oder antimykotische Medikamente verschreiben lassen.

Eine sorgfältige Hautpflege hilft bei einem Wolf

Wenn Sie sich einen Wolf gelaufen haben oder wissen, dass Sie dazu neigen, sollten Sie Ihre Haut besonders sorgfältig pflegen. Teilen Sie keine Waschlappen und Handtücher mit anderen. Verwenden Sie keinen Puder auf den erkrankten Hautstellen, sondern legen Sie leichte Mull- oder Leinenkompressen darauf, um die Stellen zu schützen und dort Feuchtigkeit zu binden. Ein hilfreiches Pflegemittel ist Babycreme (zum Bespiel die bewährte Penaten-Creme).

Vermeiden Sie beim Wandern etc. künftig „feuchte Kammern“. Sie sollten ihre Haut möglichst trocken halten, vor allem wenn Sie stark schwitzen. Legen Sie bei Wanderungen, Läufen oder Radeltouren zur Sicherheit ein mit Olivenöl benetztes Läppchen in die betreffenden Hautfalten und ziehen Sie nicht zu enge Kleidung an. Nasse Kleidungsstücke sollten Sie sofort ausziehen und durch trockene ersetzen. Gönnen Sie sich atmungsaktive Sportkleidung samt Unterwäsche.

Wundrose natürlich behandeln

In der Schulmedizin kommen traditionell Antibiotika zum Einsatz. Es geht aber auch ohne. Lokal kann die Entzündung mit kühl-feuchten Umschlägen mit desinfizierenden Mitteln behandelt werden – etwa mit Rivanol®, Betaisodona-Lösung® oder Linola-sept® Creme). Arnika-Tinktur oder -Essenz lindert die Schmerzen rasch und zuverlässig.

Erneuern Sie die Umschläge, sobald diese warm geworden sind. Innerlich helfen unter anderem Apis melifica D2/Belladonna D2 (Erysidoron®1) und Carbo Betulae D1/Sulfur D1 (Erysidoron®2). Lassen Sie sich aber unbedingt von einem erfahrenen Naturmediziner behandeln, „wurschteln“ Sie nicht auf eigene Faust los. Denn mit einer Wundrose ist nicht zu spaßen.

Besprechen Sie auch mit ihm, ob Ihnen vielleicht pflanzliche Antibiotika helfen.
Bei leichteren Infektionen wirken ansonsten auch Antibiotika wie:

Propolis
Knoblauch
Teebaumöl
Wilder Indigo
Bartflechte
Myrrhe
Thuja
Salbei
Ringelblume

Fragen Sie am besten Ihren Arzt, welches von diesen pflanzlichen Heilmitteln Sie zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung zur Unterstützung ihrer Selbstheilungskräfte nehmen können.