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Wundbelag verhindert die Heilung und kann zu Organversagen führen

Schlecht heilende Wunden sind meist mit abgestorbenen Hautzellen und Wundsekret bedeckt. Diese Schicht behindert die Wundheilung. Sie bildet einen idealen Nährboden für Bakterien, die ihrerseits ebenfalls die Wundheilung verhindern. Es entsteht eine so genannte Gangrän, eine Form der Gewebsnekrose (Wucherung des Gewebes). Diese kann im Extremfall zu einem Versagen der Organe führen. Das passiert dann, wenn aus dem Wundbelag giftige Stoffe beziehungsweise solche, die die Immunreaktionen unterdrücken, in das Blut gelangen.

Etwa drei Prozent aller Menschen leiden unter schlecht heilenden Wunden, die chronisch geworden sind. Die häufigste Erscheinungsform ist das „offene Bein“ – medizinisch Ulcus cruris. Meist wird es durch eine Venenschwäche (Krampfadern) verursacht. Insgesamt leiden nach Angaben der Deutschen Venen-Liga rund eine Million Bundesbürger unter einem „offenen Bein“, wie das Unterschenkelgeschwür im Volksmund genannt wird. Der Grund ist fast immer eine fortgeschrittene Venenschwäche. Unter chronischen oder schlecht heilenden Wunden versteht die Medizin alle Hautläsionen, die nach drei Monaten nicht abgeheilt sind. Dazu gehören etwa 500.000 diabetische Fußgeschwüre (diabetische Gangrän) und weitere 500.000 Druckgeschwüre durch Bettlägerigkeit (Dekubitus).

Diese Faktoren führen dazu, dass Wunden schlecht ausheilen:

  • Bewegungsmangel
  • falsche Ernährung
  • Flüssigkeitsmangel
  • Bettlägerigkeit
  • Diabetes
  • schlechte unhygienische Wundversorgung
  • Zinkmangel
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Alte Kommentare
  • Dr Ivanka Gützlaff schrieb am 18.02.2011, 17:12 Uhr

    Eine der entscheidenden Gründe für schlecht heilende Wunden sind freie Sauerstoffradikale, wie die neusten wissenschaftlichen Untersuchungen belegen. Freie Radikale verlangsamen bzw. verhindern die Wundheilung. Ein neues Wundgel mit einer speziellen HEMA-Polymer-Matrix enthält einen aktiven Wirkstoff, der freie Radikale in der Wunde bindet und neutralisiert. Dadurch werden die Voraussetzungen für eine schnelle und effektive Wundheilung geschaffen. Dank der makromolekularen Struktur der Polymer-Matrix dringen die Moleküle des Wirkstoffes nicht in den Körper ein und bleiben wirksam in der Wunde. Da freie Sauerstoff-Radikale in jeder Wunde enthalten sind, gleich ob akute oder chronische Wunden, kann man das neue Wundgel bei allen Wundarten bedenkenlos verwenden - von Lippenherpes bis zu Ulcus cruris oder bei einem Diabetischem Fußsyndrom. Hemagel ist seit 2010 in den Apotheken erhältlich.