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Verbrennungen: So behandeln Sie kleine Wunden

Kleine Verletzungen sollten Sie wie folgt behandeln:

Bei Verätzungen sollten die Chemikalien (Lauge oder Säure) entfernt werden (gut abspülen) ebenso wie Kleidung und Schmuck, die mit den Chemikalien in Berührung gekommen sind. Je nach Chemikalie sollte möglichst rasch ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei Arbeiten mit giftigen oder ätzenden Subtanzen ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich vorher zu informieren, mit welchen Chemikalien Sie es zu tun haben.

Kühlen Sie die Wunde lange genug unter fließendem, kalten Wasser – meist für 15 bis 20 Minuten – damit der Schmerz etwas nachlässt. Wenn das nicht möglich ist, tauchen Sie die Wunde in kaltes Wasser oder legen Sie eine kalte Umschläge an. Legen Sie auf keinen Fall Eis direkt auf die Wunde – es könnten sonst Frostbeulen entstehen, die die Schäden verschlimmern.

Wenn die kleine Wunde vollständig abgekühlt ist, tragen Sie eine Feuchtigkeitscreme auf, um Hauttrockenheit zu vermeiden. Bei Sonnenbränden können Sie eine Creme mit 1% Hydrokortison oder einem lokalen Betäubungsmittel versuchen. Tragen Sie keine Butter auf die betroffene Haut auf, da es zu einem Hitzestau kommen kann, der weitere Schäden verursacht. Außerdem erhöht sich das Infektionsrisiko.

Decken Sie die Verbrennung mit einem sterilen Verband ab. Wickeln Sie locker und ohne Druck die Wunde. Der Verband schützt die Wunde vor Luftzug und lindert den Schmerz..

Nutzen Sie ein rezeptfreies Schmerzmittel, es sei denn Ihr Arzt hat Ihnen von diesem Medikament abgeraten. Ohne Rezept erhalten Sie beispielsweise ASS®, Ibuprofen, Naproxen und Paracetamol.

Entfernen Sie keine flüssigkeitsgefüllte Blasen. Wenn sie schmerzhaft sind, können Sie mit einer feinen Schere, die Sie zuvor mit Alkohol desinfiziert haben, eine kleine Öffnung schneiden. Falls die Blase geplatzt ist, waschen Sie die Wunde mit antibakterieller Seife und tragen Sie eine antibiotische Lösung auf, bevor Sie die Wunde verbinden.

Nach dieser Behandlung ist es wichtig, die beschädigte Haut mit einer Lotion feucht zu halten. Außerdem sollten die Narben mindestens ein Jahr lang vor Sonnenlicht geschützt werden – entweder durch Kleidung oder durch eine starke Sonnencreme. Wenn sich nach Verbrennungen dritten Grades Narben bilden, muss die Stelle dauerhaft vor Sonne geschützt werden.

Bei schneller und richtiger Behandlung verheilen die leichten Verbrennungen bei den meisten Menschen ohne Narbenbildung. Die Heilung kann weniger als 1 Woche brauchen, aber in höherem Alter oder bei geschwächtem Immunsystem kann es auch länger dauern. Die Haut kann abschuppen oder Blasen werfen, aber die Schmerzen werden innerhalb von wenigen Tagen deutlich zurückgehen. Bis die Haut Ihre ursprüngliche Farbe wieder angenommen hat können mehrere Monate vergehen.

Ein Hilfsmittel bei Verbrennungen aus der Homöopathie : Belladonna.

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