Verbrennungen: Grundwissen
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Ein Topf mit kochendem Wasser, ein schlecht isoliertes Elektrokabel, oder konzentrierte Lauge im Waschbecken (z. B. Abfluss reinigende Mittel) – sie kommen in fast jedem Haushalt vor und können dort bei Unfällen zu Verbrühungen, Verbrennungen oder Verätzungen führen.
Verletzungen der Haut durch Hitzeeinwirkung sind häufig und viele kleine Verbrennungen bzw. Verbrühungen lassen sich erfolgreich selber behandeln. Manchmal sind die Hautschäden aber deutlich schwerer und erfordern einen Notarzt. In jedem Fall hängt das Ausmaß der Schäden und damit die weitere Behandlung entscheidend von den Erste-Hilfe-Maßnahmen ab, die Sie leisten.
Der Schweregrad bestimmt die Hilfemaßnahmen
Zu Beginn ist es wichtig den Schweregrad der Hautschäden zu erfassen. Die folgenden 3 Kategorien helfen Ihnen bei der Einordnung. Bis zur Entwicklung des Vollbildes kann es allerdings mehrere Sunden dauern. Das gilt ganz besonders für Laugenverätzungen.
Erster Grad – Die Haut ist meist gerötet, weist Schwellungen auf und schmerzt. Die äußere Hautschicht zeigt jedoch keine Loch artigen Veränderungen. In der Regel können Sie diese Verletzung gut selber behandeln, es sei denn, dass große Bereiche von Hand, Fuß, Gesicht, Schamgegend, Po oder Gelenke davon betroffen sind oder Sie nicht mehr richtig atmen können. Verätzungen sollten vorsichtshalber vom Arzt behandelt werden.
Zweiter Grad – Damit sind Hautschäden gemeint, die die Oberhaut (Epidermis) und die darunter liegende Lederhaut (Dermis) betreffen. Es können sich Blasen bilden, die Haut verfärbt sich stark rot und die Haut wird fleckig. Starke Schwellungen und Schmerzen begleiten die Symptome.
Wenn sich eine Verbrennung zweiten Grades auf eine Fläche von weniger als 6 cm bis 8 cm Durchmesser beschränkt, kann sie wie eine Verletzung ersten Grades behandelt werden. Wenn aber größere Hautbereiche betroffen sind, Sie nicht mehr richtig atmen können oder Hand, Fuß, Gesicht, Schamgegend, Po oder Gelenke in Mitleidenschaft gezogen sind, brauchen Sie schnell ärztliche Hilfe.
Dritter Grad – Bei diesen Verletzungen sind nicht nur die beiden oberen Hautschichten zerstört, sondern sogar weitere Schichten (subkutanes Gewebe). Unterhautfett, Nerven, Blutgefäße, Muskeln und sogar Knochen können verletzt sein. Es gibt meist Bereiche, die verkohlt oder schneeweiß aussehen. Entweder bestehen sehr starke Schmerzen oder – wenn die Nerven beschädigt sind – gar keine Schmerzen mehr. Rufen Sie sofort einen Notarzt.