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Wie Sie trockene, gereizte Haut pflegen

Gereizte und trockene Haut plagt mehr als die Hälfte der älteren Erwachsenen. Dies verschlimmert sich noch, wenn die Luftfeuchtigkeit gering ist, wie im Winter oder in trockenen Klimazonen. Zur Bekämpfung des Feuchtigkeitsverlustes Ihrer Haut vermeiden Sie Seifen, die Ihrer Haut die Feuchtigkeit entziehen. Benutzen Sie milde, entfettete oder glycerinhaltige Seifen für Ihr Gesicht, beispielsweise Dove, Basis, Eucerin oder Neutrogena.

Besonders milde Reinigungslotionen eignen sich ebenso. Sie können diese anschließend abwaschen oder mit einem Lappen abwischen. Verwenden Sie antibakterielle Duftseifen lediglich für Unterarme, Genitalien, Hände und Füße.

Vorsicht bei der Reinigung trockener Haut

Bei jeder Reinigung besteht die Gefahr, dass Sie die Haut zu stark entfetten und die hauteigenen Feuchtigkeitsfaktoren auswaschen. Es dauert in einem solchen Fall mehrere Stunden, bis sich die Haut regeneriert hat – je trockener die Haut, desto länger. Bedenken Sie aus diesem Grund bei der Reinigung einige Hinweise.

  • Ausgedehnte und heiße Dusch- und Wannenbäder lösen viele Fette aus der Haut.
  • Besonders empfehlenswert sind milde Syndets mit einer intensiv rückfettenden Wirkung.
  • Ebenfalls geeignet: spezielle Duschöle mit einem hohen Anteil hautverwandter Fette; diese reinigen schonend und erzielen die Pflegewirkung eines Ölbades. Badeöle gibt es mit und ohne reinigende Zusätze. Nach einem Ölbad sollten Sie Ihre Haut lediglich leicht trocken tupfen, um den Ölfilm nicht zu entfernen.
  • Tägliches Trockenbürsten regt die Durchblutung an und stimuliert die Bildung von natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren und Fett.
  • Ein monatliches Körperpeeling zur gründlichen Hautreinigung ist empfehlenswert. Hierfür können Sie sich auch mit einer Hand voll Speisesalz abreiben.
  • Zur Reinigung des Gesichts sollte eine extra für diesen Hauttyp entwickelte Reinigungsmilch zum Einsatz kommen.
  • Weniger ist manchmal mehr: Lassen Sie das Duschen oder Waschen auch mal sein. So regeneriert sich ihr Hautschutz.

Richtiges Waschen in wenigen Schritten

  1. Besser baden als duschen – Viele Leute benutzen heißes Wasser zum Duschen oder Baden. Aber heißes Wasser trocknet die Haut aus. Experten glaubten früher, häufiges Baden bewirke ebendies. Heute empfehlen Sie tägliches Eintauchen je zehn Minuten in Wasser mit einer Temperatur von höchstens 30° C.
  2. Abtrocknen – Streichen Sie zunächst überschüssiges Wasser mit den Händen ab. Dann tupfen Sie Ihre Haut mit dem Handtuch trocken – nicht mit dem Handtuch abreiben. Lassen Sie Ihre Haut benetzt.
  3. Badeöl – Bewahren Sie die Feuchtigkeit Ihrer Haut, indem Sie Badeöl auf Ihre feuchte Haut auftragen.
  4. Verwenden Sie eine Feuchtigkeitscreme oder Lotion.

Pflegende Cremes sind wichtig für Ihre Haut

Die Pflege der trockenen Haut zielt auf die Wiederherstellung des schützenden Hydrolipid-Mantels ab. Er setzt sich aus Talgdrüsensekret, Schweiß, Wasser und Hornzellprodukten zusammen. Dafür eignen sich zwei Cremetypen besonders. Zum einen ist dies die Wasser-in-Öl-Emulsion oder W/O-Creme.

Beide Pflegemittel ziehen langsam ein und hinterlassen einen schützenden Fettfilm auf der Haut. Sie reduzieren den Wasserverlust und sorgen für eine intensive Hautbefeuchtung. Die W/O-Emulsion eignet sich hervorragend zum Einschleusen von Wirkstoffen (z. B. Harnstoff) in die Haut. Sie lässt sich leicht verteilen, zieht schnell ein und hinterlässt keinen Fettglanz. Durch die Verdunstung des enthaltenen Wassers kühlt sie nach der Anwendung kurzfristig die Haut.

Geeignete Pflegeprodukte für trockene Haut

Pflegeprodukte mit Parfüm- oder Farbstoffen sollten Sie meiden. Sie führen zu unnötigen Hautreizungen. Eine Pflege der Haut ist auch notwendig, wenn sie nicht trocken erscheint. Meiden Sie einen häufigen Wechsel Ihrer Pflegeprodukte: Kontinuität in der Pflege zahlt sich aus.

Als spezielle Pflegemaßnahmen für das Gesicht kommen Crememasken und Ampullenkuren (enthalten eine besonders hohe Konzentration an Pflegestoffen) in Betracht. Als Zusatz in Crememasken bieten sich Heilkräuter wie Fenchel, Weißdorn und Zinnkraut an. Eine besonders nährende Wirkung haben Eigelb, Mandel- und Olivenöl. Generell sollte die Maske bei der trockenen Haut behutsam Verwendung finden, denn ihre stark durchblutungsfördernde Wirkung kann die dünnen Kapillargefäße in der Haut irreparabel schädigen. Erstarrende Masken wirken austrocknend und eignen sich daher nicht.

Auch in der Homöopathie hat sich ein Heilmittel gegen trockene Haut bewährt. Erfahren Sie mehr über das aus Schwefel gewonnene Sulfur.

Die Augen brauchen besondere Pflege

Falten um die Augen behandeln Sie mit speziellen Augencremes. Gewöhnliche Pflegeprodukte eignen sich meist nicht, weil ihre Fette bis in die Augen „kriechen“ und diese reizen.Wenn Sie nach Anwendung einer fetthaltigen Nachtcreme am nächsten Morgen gerötete Augen und geschwollene Lider haben, ist dies in der Regel nicht auf eine Allergie, sondern auf das beschriebene Phänomen zurückzuführen.

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