Trockene Haut: Grundwissen
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Gerade jetzt im Winter macht sie sich wieder extrem bemerkbar: die trockene Haut. Sie wird durch die Heizungsluft, aber auch durch die großen Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen rissig und schuppig. Hier hilft nur konsequente Pflege mit den richtigen Produkten.
Die sichtbare Haut des Körpers bildet die Hornschicht. Sie besteht aus toten, abgestoßenen Hautzellen und ist bis zu 4 mm dick. Bei einer gesunden Haut erneuert sich die Hornschicht innerhalb von 28 Tagen durch Zellteilung in der Epidermis. Unterhalb der Epidermis liegt die Dermis, auch Lederhaut genannt. Diese weist zwei Fasertypen auf: Die elastischen Fasern bringen die Haut nach Verformung in die ursprüngliche Form zurück. Die kollagenen Fasern bewirken die Reißfestigkeit und Spannkraft der Haut. Kollagen kann Wasser binden und trägt zum straffen Aussehen der Haut bei. In der Dermis sind wichtige Anhangsgebilde wie Haarwurzeln, Talgdrüsen und Schweißdrüsen eingebettet. Die Unterhaut ist das Druckpolster gegen Schläge und Stöße und enthält fast den gesamten Fettanteil der Haut.
Trockene Haut macht sich besonders im Winter bemerkbar. Im Winter kann die Luft wegen der tiefen Temperatur nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen und ist daher sehr trocken, besonders in geheizten Räumen. Für die unbedeckte Haut, etwa im Gesicht und an den Händen, stellen auch die großen Temperaturunterschiede zwischen beheizten Räumen und einem Aufenthalt im Freien eine große Belastung dar. Aber auch der natürliche Alterungsprozess wirkt sich auf die Haut aus. Die Haut verliert ihre Fähigkeit, Wasser zu speichern, und die Talgdrüsen vermindern ihre Aktivität. Die gealterte Haut ist daher dünn, feinrunzlig, trocken und leicht verletzlich. Das gleiche Bild zeigt sich auch als Folge von
übermäßiger Sonnenexposition. Man spricht dann vom Umweltaltern der Haut. Auch häufiges Waschen und Duschen sowie Kontakt mit Chemikalien, Seifen und Kosmetika machen der Haut zu schaffen. Nach Einnahme gewisser Medikamente, bei falscher Ernährung und bei Stress reagiert die Haut ebenfalls mit einer Veränderung ihres Erscheinungsbildes.
Das Hauptproblem trockener Haut liegt im Ver- lust ihrer Elastizität. Als Folge bilden sich leicht kleine Risse und Sprünge in der Hornschicht, und die Schutzfunktion der Haut wird beeinträchtigt. Trockene Haut neigt zu allergischen Ekzemen und anderen Hautausschlägen und kann zu Bakterien- und Pilzinfektionen führen. Durch eine rechtzeitige und richtige Pflege der Haut sind diese Beeinträchtigungen jedoch vermeidbar.