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So sorgen Sie auch im Winter für gesunde Luft im Haus

Jetzt im Winter bleiben viele Menschen am liebsten in ihrer warmen Wohnung, weil es draußen einfach zu ungemütlich ist. Doch drinnen fühlt sich manch einer auch nicht recht wohl. Denn trockene Heizungsluft und Schwebstaub reizen nicht nur die Atemwege und machen sie anfällig für Infektionen. Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder eine Verschlimmerung von Hauterkrankungen wie z. B. Neurodermitis sind ebenfalls oft die Folge von dicker Luft im Haus. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihre Wohnung mit ganz einfachen praktischen Kniffen in eine gesunde Oase verwandeln.

Hitze, Dunst und Staub verschlechtern das Raumklima

Wenn bestimmte Beschwerden wie z. B. Kopfschmerzen oder Stockschnupfen mit Beginn der Heizperiode auftreten, sollten Sie überprüfen, ob diese nicht mit dem Klima in Ihrer Wohnung zu tun haben.

Diese Beschwerden können auf ein schlechtes Raumklima hinweisen:

  • Kopfschmerzen
  • Augentränen oder trockene Augen
  • Stockschnupfen oder häufiger Niesreiz
  • Halskratzen und Räusperzwang
  • trockene, faltige oder gespannte Haut
  • Verschlimmerung von Hautbeschwerden, z. B. Neurodermitis
  • trockene (elektrische) Haare
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Müdigkeit und Antriebsmangel
  • Niedergeschlagenheit

Zwar ist eine zu geringe Luftfeuchtigkeit meist die Hauptursache für diese Beschwerden. Oft kommen aber noch weitere verstärkende Faktoren hinzu, an die wir vielleicht im Traum nicht gedacht hätten.

Weitere Ursachen für ein schlechtes Raumklima sind:

  • zu geringe oder zu hohe Zimmertemperatur
  • Gerüche (z. B. Luftverbesserer“)
  • Staub
  • Schimmelpilze an Wänden, in Fugen und in Blumentöpfen
  • elektrostatische Aufladung von Elektrogeräten und von Teppichen, Gardinen oder Bezügen aus Kunstfasern

Diese Faktoren können Sie meist ohne teure Generalsanierung Ihrer Wohnung in den Griff bekommen. Nur wenn Sie giftige Ausdünstungen aus Wandfarben, Verschalungen, Möbeln und Bodenbelägen als Ursache für Ihre Beschwerden vermuten, brauchen Sie die fachkundige Hilfe von Wohngiftexperten.

Das A und O: die richtige Luftfeuchtigkeit

Die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt während der Heizperiode bei 50 bis 60 %, die optimale Raumtemperatur bei 20 bis maximal 25 C (im Schlafzimmer bei 18 C). Prüfen Sie daher zuallererst mit einem Hygrometer (für ca. 10 im Baumarkt erhältlich), wie feucht die Luft in Ihrer Wohnung wirklich ist. In der Mehrzahl der Fälle liegen die Werte in den Wohnräumen zu niedrig, in Küche und Bad dagegen zu hoch.

Thymianöl und Meersalz verbessern die Luftbefeuchtung

Falls regelmäßiges Lüften nicht ausreicht, um die Luftfeuchtigkeit auf optimale Werte zu bringen, sollten Sie kleine flache Schalen mit Wasser in Heizkörpernähe, bei Fußbodenheizung auch auf den Boden stellen. Sie können auch einige Tropfen Thymian-, Lavendel- oder Eukalyptusöl (aus dem Bioladen) hinzufügen, denn diese Öle wirken desinfizierend und befeuchten trockene Schleimhäute. Eine Prise Meersalz hat einen ähnlichen Effekt.

Von den altmodischen Wasserbehältern zum Anhängen an Heizkörper raten wir Ihnen ab, weil es darin schnell zu Algen- und Schimmelpilzentwicklung kommt. Auch elektrisch betriebene Luftbefeuchter sind keine optimale Lösung, da hier ebenfalls die Gefahr von Schimmel- und Bakterienbefall besteht. Außerdem verbrauchen sie Strom und sind damit eine – vermeidbare – Quelle für Elektrosmog. Das gilt auch für die beliebten Zimmerbrunnen.

Unser Tipp: Wer auf diese stimmungsvollen Wohnaccessoires nicht verzichten möchte, sollte sie mit destilliertem Wasser füllen. Einige Tropfen Essig oder 2 Messerspitzen Vitamin-C-Pulver im Wasser bannen die Pilz- und Bakteriengefahr.

Pflanzen als Luftverbesserer?

Am besten zur Luftbefeuchtung geeignet sind schnell wachsende Pflanzen, die viel Wasser brauchen, wie etwa das Zyperngras oder die schlichte. auf Grünlilie, die nach einer Untersuchung aus dem Jahr 1985 von Dr. Bill Wolverton für die US-Weltraumbehörde NASA sogar giftige Formaldehyd-Dämpfe neutralisieren kann. Auch Zimmerefeu und -linde sowie die Dieffenbachia gelten als gute Befeuchter und Schadstoffvernichter. Allerdings sollten Sie großblättrige Pflanzen mindestens einmal pro Monat abduschen bzw. die einzelnen Blätter mit einem feuchten Tuch vorsichtig reinigen, denn sie sind ausgesprochene Staubfänger! Ein großes Problem bildet jedoch das fast unvermeidbare Verschimmeln der Pflanzenerde. Eine gute Alternative ist die Hydrokultur, wenn sie nicht in Wasser schwimmt“. Als Allergiker sollten Sie jedoch auf alle Pflanzen verzichten. Schwierig sind auch stark duftende Pflanzen, z. B. Geranien. Ihr Geruch kann Kopfschmerzen verursachen.

Unser Tipp zum Schluss: Wählen Sie beim nächsten Renovieren nur ökologisch unbedenkliche Teppiche und Teppichkleber (Gütesiegel) sowie Farben aus Naturstoffen. Naturfarben ermöglichen den Temperatur- bzw. Feuchtigkeitsaustausch zwischen den Wänden und der Raumluft und beugen damit dem gefürchteten Schimmelpilzbefall wirksam vor.

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Alte Kommentare
  • Pawel schrieb am 23.01.2010, 14:15 Uhr

    Hallo was mich Seher interessieren würde, wie bekomme ich Schimmelpilze von denn Wänden, ohne eine erneute Renovierung weg und ohne großen auf wand , ich hatte erst letztes Jahr Renovierung ?. meine Fenster sind fast immer verschwitzt, habe eine Luftfeuchtigkeit vom ca. 55 bis 60%, die Temperatur ist im Schlafzimmer 18 - 19 Grad und in denn anderen räumen ist sie 20 bis 22 Grad bitte um Lösung Hilfen Danke

    • KAROLA fELLER antwortete am 20.11.2011, 12:30 Uhr

      Man wasche die Wand gut ab, streiche sie mit Danklorix ein und lasse sie trocknen. Danklorix läßt den Schimmel abssterben. Für gute Luftzufuhr sorgen und wenig Luftfeuchtigkeit - 50 %.

    • Toni antwortete am 14.12.2012, 11:36 Uhr

      Täglich min 2x für 5-10min Durchlüften. ( kein ankippen der Fenster). auch Nachts die Heizung auf 3- 3,5 stellen (20-22 Grad) Gegen den Oberflächenschimmel gibt es bei Rossmann und co. Schimmelsprays die richen zwar nach chlor wirken aber sehr gut. Inräumen wo schimmelgefahr ist auf jeden fall sehr gut Lüften und immer warm halten.

  • Maria schrieb am 16.12.2013, 17:29 Uhr

    Auch Aquarien erhöhen die Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung, alternativ auch eine Schale mit Wasser auf der Heizung. Zwar nicht so hübsch, aber ebenfalls hilfreich ist das Trocknen von Wäsche über der Heizung, auch dort wird Feuchtigkeit in die Luft abgegeben (siehe hier: http://www.gute-luftfeuchtigkeit.de/luftfeuchtigkeit-erhoehen-tipps-fuer-eine-hoehere-luftfeuchtigkeit/).

    • Tom antwortete am 18.12.2013, 18:35 Uhr

      super Artikel. Das mit dem Aquarium kann ich noch unterstützen, aber die Schale mit Wasser auf der Heizung geht gar nicht. Das Wasser erwärmt sich und bildet Bakterien und Sporen, die dann im ganzen Raum verteilt werden. Davon würde ich also definitiv abraten. hier hätte ich auch noch ein paar Tipps und Tricks: http://www.optimale-luftfeuchtigkeit.de/luftfeuchtigkeit-erhoehen/