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So machen Sie Ihre empfindliche Haut winterfit

Mit den Wechseljahren verändert sich Ihre Haut. Durch die Hormonumstellung wird sie dünner, trocknerer, schuppiger und schneller gereizt. Denn die Östrogene binden bis dahin auch das Kollagen und sorgen so dafür, dass Wasser in der Haut gespeichert wird. Mit den geringer werdenden Hormonmengen geht auch ein Teil des Kollagens und damit der Spannkraft Ihrer Haut verloren. Das macht sich gerade jetzt in der kalten Jahreszeit bemerkbar. Die Haut reagiert empfindlich auf äußere Einflüsse und den häufigen Wechsel von kalten Außentemperaturen und überhitzten Innenräumen. Leistungs- und Reparaturfähigkeit Ihrer Haut nehmen mit den Jahren ab.

Die Zellteilung verlangsamt sich, die Zellerneuerung verringert sich. Die Haut verliert an Elastizität und wird dünner. Außerdem werden auch die Kollagen und Kittsubstanzen weniger. Das Abstoßen von abgestorbenen Zellen verlangsamt sich. Die Haut kann weniger Feuchtigkeit binden und bildet zudem selbst weniger Fett. Die Haut wird trockener und reagiert mit Fältchen.

Typische Hautprobleme, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten:

  • Pigmentstörungen
  • Rosacea (vererbte Gesichtsrötung)
  • Couperose (erweiterte Äderchen)
  • Erwachsenenakne
  • überempfindliche Haut
  • zu trockene Haut

Bei den Hautzellen herrscht ein Kommen und Gehen

Die Haut ist Ihr größtes Organ. Sie ist zugleich hoch empfindlich und „verpetzt“ Sie gern: Haben Sie Ärger im Beruf, Krach mit dem Partner, Stress mit den Kindern oder Nervereien mit Freunden und Nachbarn, geht das schnell unter die Haut und zeigt sich an Irritationen. Ihre Haut ist eine komplizierte Fabrik, in der es unterschiedliche Aufgabenbereiche gibt. Sie besteht aus mehreren Schichten. Die oberste besteht aus abgestorbenen Zellen, das ist die Hornschicht. Die nächste Schicht wird Epidermis genannt, hier wird der Nachschub der Hautzellen gebildet. Die dort beheimateten Melaninzellen sorgen für den wichtigen Pigmentschutz gegen Sonnenstrahlen.

Dann folgt die Lederhaut. Sie ist die Nachrichtenzentrale Ihres Körpers. Auf ihr drängeln sich Sinneskörperchen, Schweiß- und Talgdrüsen. Hier finden sich viele elastische Fasern, die die Haut glatt halten. Werden sie „altersschwach“, entstehen Falten. Deswegen gilt die Lederhaut auch als „Heimstätte der Falten“.

Die Unterhaut darunter ist die Versorgungsstation für die beiden oberen Schichten. Damit Sie Ihre Körpertemperatur halten können, gehört zu ihr noch eine dicke Isolierschicht: das Unterhautfettgewebe. Es besteht aus Fett, das Ihre inneren Organe schützt und warm hält, aus Blutgefäßen, Schweißdrüsen sowie Nervenenden.

Der Säureschutzmantel ist eine Barriere gegen Krankheitserreger

Wie die Steine einer Mauer übereinander geschichtet, bilden die toten Hautzellen die äußere Barriere, die Ihr Inneres vor dem Austrocknen und vor Verletzungen schützt. Die oberste Lage löst sich einmal am Tag, die ganze Hornschicht wird innerhalb von vier Wochen erneuert. An die zwei Milliarden Hautzellen bilden Sie täglich! Jede Haut entwickelt auf ihrer Oberfläche einen leicht sauren Film, der aus den Absonderungen der Hornschicht sowie aus Talg- und Schweißdrüsen besteht. Das ist der so genannte Säureschutzmantel. Er ist Ihr Schutzwall gegen Einflüsse von außen: Kälte, Wärme, Chemikalien oder Krankheitserreger. Am Zustand und an der Zusammensetzung des Säureschutzmantels orientiert sich auch Ihre Pflege.

So pflegen Sie Ihre Haut im Winter richtig

Die altersgemäßen Hautveränderungen können Sie nicht aus der Welt schaffen, wohl aber durch eine gute Pflege ausgleichen und verlangsamen. Überprüfen Sie deshalb in den Wechseljahren, ob Ihre Hautpflegeprodukte noch zu Ihnen passen. Für eine Extraportion Pflege ist Ihre Haut jetzt dankbar. Cremen Sie sich häufiger ein als vorher. In der Übergangszeit und im Winter ist die reifere Haut oft matt und spannt leicht, manchmal sieht sie etwas schuppig aus. Weil die Aktivität der Schweiß- und Talgdrüsen sinkt, reagiert sie oft auch mit Juckreiz. Da die Poren – vor allem bei trockener Haut – sehr wenig Fett bilden, besitzt die Haut keine eigene ausreichende Schutzschicht gegen Kälte und Wind. Das verschärft sich mit dem Alter und mit den „Sünden“ natürlich noch. Das Resultat: Fältchen werden rascher sichtbar.

Was Ihrer Haut gut bekommt und ein angenehmes Gefühl hinterlässt, müssen Sie ausprobieren. Es muss die richtige Mischung aus Fett und Feuchtigkeit sein. Das Produkt muss im Übrigen nicht einmal besonders teuer sein. Gute und preiswerte Hautpflegeprodukte gibt es beispielsweise von Nivea, Eucerin oder Florena. Auch die Cremes von Dr. Hauschka, Wala oder Weleda tun Ihrer Haut gut. Spannt Ihre Haut nach kurzer Zeit schon wieder, ist die Pflege falsch. Dann bekommt Ihre Haut – je nach Hauttyp – entweder zu wenig Fett oder zu wenig Feuchtigkeit oder beides.

Faustregel für Ihren Selbsttest: Etwa eine Viertelstunde nach dem Eincremen sollte die Creme eingezogen sein. Ihre Haut darf mindestens drei bis vier Stunden danach nicht spannen. Dann stimmt Ihre Mischung von Fett und Feuchtigkeit. Haben Sie eine gute Serie gefunden, bleiben Sie dabei. Denn die Haut reagiert oft verstimmt auf einen Wechsel. Auch das häufige Ausprobieren von Proben stört sie sehr. Dann wird sie trocken, spröde und reißt leicht ein. Durch diese winzigen Öffnungen können dann Bakterien & Co. ungehindert eindringen. Entgiftungssystem und Abwehr laufen folglich auf Hochtouren, die Haut rötet sich und kann sich entzünden. Zusätzlich wird sie noch von den freien Radikalen gequält.

Gehen Sie auf Nummer sicher mit allergiegetesteten Produkten

Was Ihre Haut in der kalten Jahreszeit auf alle Fälle braucht, sind eine Menge Feuchtigkeitsbinder. Gut sind Präparate mit natürlichen Ölen (wie Mandel-, Weizenkeim- oder Jojobaöl) und starken Wasserbindern.

Harnstoff (Urea) schützt Ihre Haut. Duftstoffe, Emulgatoren und Konservierungsmittel gehören zu den größten Hautreizern. Versuchen Sie lieber, allergiegetestete Präparate zu finden. Extrakte aus Algen, Korallen oder Plankton können sensible Haut stabilisieren.

Der beste und einfachste Trick, der Haut im Gesicht und am ganzen Körper auf gesunde Sprünge zu helfen, sind Massagen mit einem Sisalhandschuh (allerdings nicht im Gesicht) und Wechselduschen am Morgen, wobei Sie stets mit „kalt“ aufhören sollten. Durch den Wechsel von warm und kalt, wird die Haut besser durchblutet und widerstandsfähiger. Danach kann sie eine Extraportion Pflege gut vertragen. Stabilisiert wird Ihre Haut auch durch regelmäßige Bewegung, tägliche Spaziergänge an der frischen Luft sowie Aufenthalte in Sauna und Dampfbad (außer bei Couperose).

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Alte Kommentare
  • Renate Gröger schrieb am 09.11.2010, 17:29 Uhr

    Ihrem Artikel über die Haut im Winter kann ich nur zustimmen,da ich seit vielen Jahren mit Wala u. Weleda-Prä- paraten pflege und man sagt mir nach, dass man die 78 J nicht sieht.