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Mit einer Immunkur für den Darm beugen Sie Sonnenallergie vor

Sommer, Sonne, Strand und Meer bedeuten nicht für jeden uneingeschränktes Urlaubsvergnügen. Für etwa jeden fünften Deutschen ist die Freude an der Sonne bereits nach wenigen Urlaubstagen getrübt, wenn die ungewohnte Sonnenbestrahlung zu heftigen Hautreaktionen führt, die unerträglich jucken. Wir sagen Ihnen, wie Sie mit Vitalstoffen und einer Immuntherapie für die Darmschleimhaut vorbeugen können und was Ihnen bei einer bestehenden Sonnenallergie rasch hilft, Ihren Urlaub wieder unbeschwert zu genießen.

Sonnenentwöhnte Haut reagiert empfindlich auf UVA-Strahlen

Hautreaktionen, die durch Sonneneinwirkung entstanden sind, werden im Volksmund unter dem Sammelbegriff „Sonnenallergie“ zusammengefasst. Meistens steckt jedoch keine echte Allergie hinter den Hautsymptomen, sondern vielmehr eine Überempfindlichkeitsreaktion der Haut auf ungewohnte Lichteinwirkung.

Echte Allergien der Haut können durch Sonneneinwirkung entstehen, wenn Sie bestimmte Substanzen einnehmen oder auf die Haut auftragen.

Diese Stoffe können Hautreaktionen in der Sonne auslösen:

  • Medikamente (z. B. Antibiotika, Johanniskraut, Antimykotika, Psychopharmaka)
  • ätherische Öle (z. B. in Cremes)
  • Fette und Emulgatoren in Hautpflegeprodukten
  • synthetische Duftstoffe in Parfums
  • Konservierungsstoffe (z. B. Parabene)
  • chemische Lichtfilter (z. B. Oxybenzon)

Falls Sie auch während Ihres Urlaubs Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie sich vorher bei Ihrem Arzt erkundigen, ob Sie eventuell mit einer photoallergischen Reaktion rechnen und sich daher besonders schützen müssen.

In schweren Fällen hilft nur Kortison

Ist die Sonnenallergie eingetreten, wird der Arzt Ihnen zunächst ein so genanntes Antihistaminikum (z. B. Fenistil®) zum Auftragen auf die betroffenen Hautpartien verordnen. Diese Medikamente drängen die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin zurück und schwächen dadurch die allergische Reaktion ab. Wenn diese Behandlung die Hautreaktionen und den Juckreiz nicht ausreichend stoppen kann, kommt eine kortisonhaltige Salbe zum Einsatz. Der wichtigste Therapieschritt besteht jedoch in jedem Fall darin, dass Sie für ein bis zwei Tage direkte Sonnenbestrahlung meiden und – falls bekannt – die auslösende Substanz für die Hautreaktion nicht weiter verwenden.

Sie können Ihren Körper aber durchaus mit naturheilkundlichen Methoden auf die Sonnenstrahlen vorbereiten.

Mit Antioxidantien und Kalzium beugen Sie vor

Sie können versuchen, Ihre Haut mit Beta-Carotin auf die Sonne vorzubereiten. Nehmen Sie dazu etwa vier Wochen vor Ihrem Sonnenurlaub täglich 25 mg dieses Vitalstoffs in Form von Kapseln (z. B. Carotaben, 100 Kps. ab 26 Euro; Abtei Carotin Dragees, 132 St. ab 5 Euro; Sana bronze, 50 Kps. ab 13,50 Euro, aus der Apotheke) ein. Ebenso wie Beta-Carotin ist auch Lycopin als starkes Antioxidans in der Lage, die Haut für die Abwehr der durch die Sonnenstrahlen entstehenden freien Radikale zu stärken. Die tägliche Dosis dieses Vitalstoffs beträgt 10 bis 20 mg. Kombinations-Präparate aus beiden Vitalstoffen (Oenobiol Sonne, 30 Kps. ab 24 Euro; Phytosol, 30 Kps. ab 19 Euro; inneov Sonne, 30 Kps. ab 19 Euro, aus der Apotheke) bieten Ihnen doppelten Schutz.

Kalzium stabilisiert die Zellmembran, sodass der Botenstoff Histamin schlechter aus den Zellen austreten und allergische Reaktionen auslösen kann. Beginnen Sie mindestens zwei Tage, bevor Sie sich intensiver Sonnenbestrahlung aussetzen, täglich 500 mg Kalzium (aus dem Drogeriemarkt) einzunehmen, und führen Sie die Einnahme während Ihres gesamten Urlaubs fort.

Wenn Sie Raucher sind, dürfen Sie täglich nicht mehr als 20 mg Beta-Carotin zu sich nehmen, da sich sonst die Lungenkrebsgefahr erhöhen kann.

Eine Darmkur schützt Sie vor Reaktionen auf Sonnenlicht

Eine sehr wirkungsvolle Methode der Vorbeugung ist die Stärkung des Immunsystems über die Darmschleimhaut. Da alle entzündlichen und allergischen Reaktionen über das Immunsystem, das zu 70 % in der Darmschleimhaut lokalisiert ist, gesteuert werden, ist eine Stärkung des Schleimhaut-Immunsystems so wirkungsvoll. Hierzu beginnen Sie eine Woche vor Reiseantritt, ein aus Stoffwechselprodukten von Darmbakterien (Echerichia coli) hergestelltes Medikament (Synerga, 100 ml ab 30 Euro, aus der Apotheke) einzunehmen. Dieses Präparat enthält keine Keime und ist daher ein reines Schleimhaut-Therapeutikum, kein Mittel zur Symbioselenkung. Es hat auf die Darmschleimhaut eine immunregulierende Wirkung und kann dadurch den Organismus gegen überschießende Immunreaktionen stabilisieren.

Homöopathisches Kochsalz vertreibt die Bläschen

Wenn es doch zu viel Sonne war und sich trotz aller Vorbeugung juckende Bläschen gebildet haben, hilft Ihnen das homöopathische Mittel Natrium chloratum (Kochsalz). Legen Sie drei Globuli in der Potenz C 6 trocken unter die Zunge. In den meisten Fällen lässt der Juckreiz schon nach wenigen Stunden nach

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Christina Ruffert schrieb am 19.07.2011, 16:15 Uhr

    Habe jahrelang unter Sonnenallergie gelitten und alle o.a. und noch weitere Methoden zur Vorbeugung der Sonnenallergie ausprobiert - mit mäßigem bis geringem Erfolg. Das einzige, was mir wirklich hilft, ist die richtige Sonnencreme. Mit der Sonnencreme Anthelios von Roche-Posay speziell für sonnenempfindliche Haut sind bei mir ALLE Symptome und Probleme verschwunden bzw. tauchen erst gar nicht auf. Allerdings muss sie vom ersten Strandtag an konsequent verwendet werden, und mittags raus aus der Sonne! Dabei reicht schon LSF 30. Wichtig: UVA-Strahlen sind für Sonnenallergie verantwortlich, und diese Sonnencreme hat einen extrem hohen UVA-Schutz, der die europäischen Empfehlungen weit übertrifft. Herzliche Grüße Christina Ruffert

  • andrea hanke schrieb am 19.07.2011, 16:37 Uhr

    Also, ich weiss wirklich nicht, warum alle sich das Leben so schwer machen. Wenn ich eine Sonnenallergie hätte, würde ich die Sonne meiden. Wenn ich eine Milchallergie hätte, würde ich keine Milch mehr trinken. Und wenn ich eine Allergie hätte, würde ich vor allem suchen, wo sie wirklich herkommt, das ist allerdings das schwerste Unternehmen, das viel persönliche Ehrlichkeit und kompetente Helfer erfordert.

  • Theodor Wehner schrieb am 24.07.2011, 17:49 Uhr

    Wenn die Sonne zu geschlagen hat, dann probieren Sie Pinus Vital Pflegewasser und Pinus Vital Hautgel mit Vitamin E von Wilms. Mir hat es sehr gut geholfen.