Richtiger Sonnenschutz: So wird’s gemacht
Eigentlich ist es ja nichts Neues – und dennoch wird es oft falsch gemacht: die richtige Anwendung von Sonnencremes. So kurz vor der Urlaubssaison möchte auch ich dieses Thema noch einmal aufgreifen – und zwar aus zwei Gründen.
Der eine ist die anscheinend „typisch deutsche“ Sparsamkeit. Durchschnittlich eine Flasche Sonnenschutz verbraucht eine vierköpfige Familie im dreiwöchigen Sommerurlaub. Das liegt nicht am schlechten Wetter im Urlaub, sondern daran, dass viele Menschen meinen, es reiche, einen Spritzer pro Körperteil zu verteilen. Merken Sie sich lieber die Schnapsglas-Faustregel. Pro Eincreme-Vorgang sollten Sie so viel Creme verwenden, wie in ein Schnapsglas (2 cl) passt. Nur dann sind Sie durch den Lichtschutzfaktor geschützt, der auf der Flasche ausgewiesen ist.
Der zweite Grund ist die Allergiehäufigkeit. Sie sollten darauf achten, dass Sie Sonnencremes mit physikalischen Filtern kaufen. Die erkennen Sie daran, dass in der Inhaltsliste Zinkoxyd oder Titanoxyd aufgeführt sind. Im Gegensatz zu den chemischen Filtern sind diese viel besser verträglich und lösen keine Allergien aus. Zudem sind sie sofort wirksam. Die Sonnencreme muss also nicht mehr, wie früher üblich, schon 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Einen Nachteil haben die Cremes jedoch: Sie lassen sich schwerer verteilen und ziehen nicht so schnell in die Haut ein.