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Grundlagenwissen zum Thema Sonnenschutz

Die Sonne ist, wie man heute weiß, der größte Feind der Haut. Wie gefährlich ein fehlender Schutz vor ihren UV-Strahlen ist, zeigen die aktuellen Zahlen der Deutschen Krebshilfe: Pro Jahr erkranken bei uns 224.000 Menschen an Hautkrebs.

Das liegt sicherlich auch daran, dass die meisten die Stärke der UV-Strahlung unterschätzen. Während die kurzwelligeren UV-B-Strahlen nur bis in die oberen Hautschichten eindringen, erreichen die langwelligeren UV-A-Strahlen die tiefere Lederhaut (Dermis) und können hier Schäden am Erbgut in den Zellkernen (DNA) verursachen, die zu Hautkrebs führen. Dabei wirkt diese Strahlung nicht nur bei hellem Sonnenschein auf unsere Haut ein, sondern auch bei bedecktem Himmel.

Hände umschließen Sonne© frankoppermann – Fotolia

Die Sonne lässt die Haut altern

Rund 80 Prozent aller sichtbaren Zeichen vorzeitiger Hautalterung werden durch die UV-Strahlung verursacht. Der Grund dafür sind in erster Linie die UV-A-Strahlen, die in der Dermis zu einem Kollagenabbau führen. Außerdem lässt die UV-Strahlung vermehrt freie Radikale entstehen, die ihrerseits die Hautzellen angreifen und altern lassen.

UV-Strahlung hat folgende Auswirkungen auf die Haut:

  • vorzeitige Faltenbildung
  • Pigmentstörungen
  • Nachlassen der Spannkraft
  • Erschlaffung der Gesichtskonturen
  • Vergröberung des Hautreliefs mit sichtbar großen Poren

Um hier gegenzusteuern, ist ein konsequenter Lichtschutz die beste Maßnahme. Das gilt nicht nur im Sommer und in der Mittagszeit.

Zu wenig bekannt: UV-A-Strahlung ist immer da!

Es hat sich schon herumgesprochen, dass die Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden zwischen 12 und 15 Uhr und im Sommer am aggressivsten ist. Doch das trifft nur auf die UV-B-Strahlen zu, die den Sonnenbrand verursachen. Die für die Haut so schädliche UV-A-Strahlung hat dagegen kaum Schwankungen in Bezug auf die Tages- oder Jahreszeit.

Sobald es am Morgen hell wird, bekommen wir praktisch dieselbe Strahlendosis wie in den Mittagsstunden. Das gilt auch für alle Jahreszeiten gleich – egal ob im Sommer oder im Winter, die UV-A-Strahlung nimmt weder ab noch zu. Das heißt, dass Sie Ihre Haut durchaus auch bei bedecktem Himmel und am frühen Morgen schützen müssen, wenn Sie die Alterungsprozesse in der Haut bremsen möchten.

Frau mit Sonne aus Sonnencrème auf der Schulter© benicce – Fotolia

Lichtschutz als tägliches Pflichtprogramm

Es ist nichts Neues und dennoch machen es viele Menschen falsch: die richtige Anwendung von Sonnencremes. Auf der einen Seite scheint es die „typisch deutsche“ Sparsamkeit zu sein. Durchschnittlich eine Flasche Sonnenschutz verbraucht eine vierköpfige Familie im dreiwöchigen Sommerurlaub. Das liegt nicht am schlechten Wetter im Urlaub. Viele Menschen meinen, ein Spritzer pro Körperteil reicht aus. Merken Sie sich lieber die Schnapsglas-Faustregel. Pro Eincreme-Vorgang sollten Sie so viel Creme verwenden, wie in ein Schnapsglas (2 cl) passt. Dann schützt Sie der Lichtschutzfaktor, der auf der Flasche ausgewiesen ist.

Auf der anderen Seite sollten Sie darauf achten, Sonnencremes mit physikalischen Filtern zu kaufen. Die erkennen Sie daran, dass in der Inhaltsliste Zinkoxyd oder Titanoxyd aufgeführt sind. Im Gegensatz zu den chemischen Filtern sind diese besser verträglich und lösen keine Allergien aus. Darüber hinaus wirken sie sofort. Sie müssen die Sonnencreme nicht mehr 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen. Einen Nachteil bringen die Cremes mit sich: Sie lassen sich schwerer verteilen und ziehen nicht so schnell in die Haut ein.

Sonnenmilch zum Schutz vor Hautkrebs© ArTo – Fotolia

Richtiger Sonnenschutz: So wird’s gemacht

Ihrer Haut zuliebe sollten Sie jeden Tag gleich nach der morgendlichen Reinigung eine Creme mit einem Lichtschutzfaktor auf Ihr Gesicht auftragen. Aber Achtung: Der meistens als SPF (Sun protecting factor) angegebene Wert sagt zunächst nur etwas über den UV-B-Schutz aus. Der UV-A-Schutz muss laut gesetzlicher Regelung jedoch ein Drittel des Gesamt-SPF ausmachen. Viele Hersteller bieten inzwischen farblose und auch getönte Tagescremes an, die für den täglichen Lichtschutz bestens geeignet sind. Sie finden diese Produkte in jedem Drogeriemarkt.

Die Hautalterung

Eine Studie französischer Wissenschaftler vom Zentrum für Hautforschung in Neuilly-sur-Seine ergab, dass die Sonne weniger zur Hautalterung beiträgt als bisher angenommen. Das meldet die Münchener Medizinische Wochenschrift im März 2003. Die Experten des von der Kosmetikfirma Chanel unterhaltenen Instituts befragten 361 Frauen zwischen 18 und 80 Jahren nach ihrem bisherigen Lebensstil. Im Anschluss daran bestimmten sie den Grad der Hautalterung.

Dabei zeigte sich, dass Umwelteinflüsse wie Sonnenstrahlung oder das Rauchen zu 10 Prozent am Alterungsprozess beteiligt sind. Die meisten Falten stellen die Folge einer natürlichen Hautalterung und genetischer Einflüsse dar. Sonnenschutz und Hautpflegemaßnahmen sind wichtig, aber verhindern lässt sich die Faltenbildung auf lange Sicht nicht. Zu einer reifen Haut gehören Falten von Natur aus dazu.

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