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So versorgen Sie Wunden richtig

Die richtige Versorgung von Wunden ist eine Wissenschaft für sich. Das gilt natürlich ganz besonders für schlecht heilende und chronische Wunden wie ein offenes Bein (Ulcus cruris) oder wundgelegene Stellen. Doch auch die kleinen alltäglichen Wunden wollen gut versorgt sein.

Grundsätzlich gilt: Nur eine saubere Wunde heilt problemlos ab. Nach dem Reinigen und Desinfizieren sollten Sie immer sterile, einzeln verpackte  Auflagen verwenden, die nicht mit der Wunde verkleben, dafür aber den Austausch von Luft und Feuchtigkeit ermöglichen. Schützende Pflaster oder Verbände sind sinnvoll und notwendig bei allen Verletzungen mit hohem Infektionsrisiko. Dies gilt insbesondere für größerflächige, offene und nässende Wunden.

Nach der Erstversorgung mit Kompressen und Mullbinden werden heute die meisten Wunden feucht behandelt. Der Grund: Im feuchten Wundmilieu herrschen optimale Bedingungen für die Heilung. In der Wundflüssigkeit sind Enzyme, Hormone und Wachstumsfaktoren aktiv, die die Neubildung von Zellen stimulieren. Deshalb gibt es für die feuchte Wundversorgung spezielle, hydroaktive Verbände und Pflaster, die ein Austrocknen verhindern.

Oberflächliche Hautabschürfungen kann man nach gründlicher Reinigung mit klarem Wasser, steriler Kochsalzlösung oder Ringerlösung auch offen abheilen lassen. Hilfreich sind bei solch trockenen Wunden dexpanthenolhaltige Salben. Diese binden Feuchtigkeit, regen die Neubildung der Hautzellen an und unterstützen somit die Regeneration. Ihre Grenzen erreichen solche Präparate aber im Fall bereits infizierter Wunden, denn sie sind nicht in der Lage, Bakterien gezielt abzutöten und ihre weitere Vermehrung zu stoppen. Hier empfiehlt sich der Einsatz eines Wundgels auf Basis von Tyrothricin (Apotheke). Es wirkt überwiegend bakteriostatisch und antientzündlich direkt an der betroffenen Hautstelle, ohne vom Körper aufgenommen zu werden.

Ist Ihre Wunde auf dem Weg der Besserung, sollten Sie es mit homöopathischer Ringelblumensalbe oder Hamamelissalbe versuchen, denn diese heilen fast jede Wunde.

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Alte Kommentare
  • Becker Josiane schrieb am 25.09.2011, 19:43 Uhr

    Liebe Frau Schneider, seit +-20 Jahren behandele ich kleinere Wunden aller Arten mit einer desinfizierenden Wund und Heilsalbe aus der Schweiz die sich Vita-Merfen nennt. Da ich med. Fusspflegerin bin und auch Kunden mit Ulcus kenne, haben diese Leute gute Erfahrung gemacht mit dieser creme. Leider ist sie relativ teuer, und auf Bestellung bei uns im Land (Luxembourg) sehr teuer.