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Grundlagenwissen zum Thema Sklerodermie

Sklerodermie: Eine Erkrankung der Haut und des Bindegewebes

Zunächst dachten Sie, es handele sich um trockene Haut. Aber die betroffenen Stellen wurden dicker und härter. Sie entwickelten sich an den Füßen, im Gesicht sowie an den Händen. Ihr Arzt diagnostizierte eine Sklerodermie – eine fortschreitende Erkrankung, die zur Verhärtung und Vernarbung der Haut und des Bindegewebes führt.

Die Ursache dieser Erkrankung ist unbekannt und es gibt keine Heilung. Aber die Symptome können durch Behandlung gelindert werden.

Die Haut verhärtet sich und vernarbt

Sklerodermie heißt wörtlich harte (sclero) Haut (derma). Bei der Erkrankung produziert der Körper zu viel Kollagen, welches sich dann räumlich begrenzt oder im gesamten Körper verstreut ansammelt. Kollagen ist ein Eiweiß. Es kommt im Bindegewebe einschließlich der Haut vor. Es ist jedoch nicht bekannt, was bei dieser Krankheit die abnorme Kollagenproduktion auslöst. Wissenschaftler meinen, dass das Immunsystem des Körpers eine Rolle spielen könnte.

Nach Schätzungen der Sklerodermie Selbshilfe e. V. (Heilbronn) leiden in Deutschland etwa 20.000 Menschen an systemischer Sklerodermie mit Beteiligung von Lunge, Herz, Nieren und so weiter. Zählt man die zirkumskripte (lokalisierte) Form und die Fälle der sklerodermieähnlichen Erkrankungen dazu, sind es etwa 50.000 Betroffene. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr auf und ist bei Frauen 4-mal häufiger als bei Männern.

Sie kann familiär gehäuft auftreten, obwohl im Allgemeinen keine familiäre Tendenz für diese Krankheit besteht. Sie ist nicht ansteckend und wird nicht als Krebserkrankung betrachtet.

Es werden verschiedene Verlaufsformen unterschieden

Es gibt verschiedene Arten der Sklerodermie. Eine korrekte Diagnose ist daher wichtig. Die häufigsten Formen der Erkrankung sind die lokalisierte (zirkumskripte) und die progressive systemische Sklerose.

Die zirkumskripte Sklerodermie (Morphea) tritt vor allem am Stamm, aber auch an den Extremitäten in Form verhärteter Areale auf. Sie entwickelt sich fast nie zu einer systemischen Form.

Die systemische Sklerodermie (auch systemische Sklerose genannt) befällt häufig sowohl innere Organe als auch die Haut. Dies kann das Herz, die Lungen, die Nieren sowie den Magen-Darm-Trakt einschließlich der Speiseröhre betreffen. Wenn sie unbehandelt bleibt, kann dies Verlaufsform innerhalb einiger Jahre nach Beginn tödlich sein.

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