MenüMenü

Schweißbläschen: Mit Apfelessig- und Salbeibädern bringen Sie den stechenden Juckreiz rasch zum Verschwinden

von Inga-Maria Richberg, Chefredakteurin von „Natur und Gesundheit – Vorbeugen, heilen und gesund bleiben – mit den Kräften der Natur“

Plötzlich sind sie da: Kleine, durchsichtige Schweißbläschen reihen sich wie Perlen an den Fingern oder Zehen auf – und jucken fürchterlich. Besonders jetzt bei den hochsommerlichen Temperaturen quälen sich Tausende von Menschen, jung und alt, mit diesem Ausschlag, den die Schulmedizin aber nicht so richtig ernst nimmt. Lesen Sie, wie Sie mit Apfelessig, Salbei und Eichenrinde den lästigen Juckreiz schnell wieder loswerden und welche Verfahren mit etwas Geduld sogar eine dauerhafte Heilung bewirken können.

Hinter den Schweißbläschen steckt eine Fehlreaktion des Körpers

Bei dem Inhalt der ca. 1 bis 3 mm großen Bläschen handelt es sich nicht um Schweiß, sondern um Gewebswasser, das sich durch eine minimale Entzündung der Unterhaut in kleinen Kammern sammelt. Die Medizin spricht hier von einem dyshidrotischen Ekzem (hydros = griech.: Wasser). Die Suche nach den Ursachen gleicht einer echten Detektivarbeit. Um den Schuldigen möglichst rasch auf die Spur zu kommen, sollten Sie aufmerksam beobachten, wann die Bläschen auftauchen und ob weitere Symptome, z. B. Augentränen, auftreten. Das spräche dann nämlich für eine Allergie.

Das sind die häufigsten Ursachen und Auslöser für Schweißbläschen:

  • hohe Temperaturen
  • akuter Stress, z. B. eine bevorstehende Prüfung, ein Trauerfall oder Partnerschaftskonflikte
  • Überarbeitung, z. B. durch Pflege eines Angehörigen
  • Schlafmangel
  • Allergien, z. B. Kontaktallergien gegen Weichspüler oder Seifen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit, z. B. von Obst und Krabben
  • Mangelernährung, z. B. einseitige eiweißarme Diäten
  • Schwäche der Immunabwehr, z. B. durch eine chronische Virusinfektion oder Vitalstoffmangel

Auch Handcremes können die Beschwerden auslösen! Am besten notieren Sie Ihre Beobachtungen kurz in einem Kalender, den Sie dann mit zu Ihrem Therapeuten nehmen. Denn bevor Sie zur Selbstbehandlung schreiten, sollten Sie unbedingt eine Hautpilzerkrankung oder eine beginnende Psoriasis (Schuppenflechte) ausschließen lassen. Diese müssten von einem Arzt oder Heilpraktiker behandelt werden.

Diese Symptome deuten auf Schweißbläschen hin:

  • einzelne oder perlschnurartig angeordnete Bläschen
  • gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit
  • meist an den Seiten der Finger und/oder Zehen, seltener auf Handflächen und Fußsohlen
  • oft starker Juckreiz
  • häufig Auftreten über Nacht

Gewöhnlich trocknen die Bläschen nach 1 bis 3 Tagen ein. Dabei bildet sich eine feine Schuppenschicht um den Mittelpunkt des ehemaligen Bläschens. In manchen Fällen tritt diese Schuppung auch ohne vorherige Bläschenbildung auf (= trockenes dyshidrotisches Ekzem).

Nehmen Sie bei feuchtem Ausschlag austrocknende Bäder

Während bei den Bläschen Bäder mit Apfelessig, Eichenrinde oder Salbei am besten wirken, sollten Sie bei der trockenen Schuppenbildung phneutrale rückfettende Salben verwenden. Gut geeignet sind die homöopathische Rubisan-Creme® aus Mahonienextrakt (50 g 16,75 €), Asche Basis Salbe® (50 g 4,83 €), Linola-Fett Creme® (50 g 8,05 €) oder die harnstoffhaltige Lösung Excipial U Lipolotio® (200 ml 10 €). Diese Anwendungen lindern jedoch nur die akuten Beschwerden. Um die erhöhte Entzündungsbereitschaft der Haut zu „löschen“, hat sich v. a. die homöopathische Konstitutionstherapie bei einem erfahrenen Homöopathen bewährt. Er entscheidet anhand Ihrer individuellen Symptome, welches Mittel für Sie das passende ist. Häufig kommen z. B. Rhus toxicodendron, Apis mellifica, Cantharis, Cardiospermum, Sepia, Acidum formicicum und Okoubaka zur Anwendung. Sind die Bläschen mit einer sehr starken Schweißbildung verbunden, sollten Sie an eine Iontophorese (Wasser-Gleichstrom-Therapie) denken, die die Schweißzellen hemmt. Probieren Sie das Verfahren aber erst bei Ihrem Therapeuten aus, bevor Sie sich ein eigenes Gerät anschaffen (Preis ab 250 €). Und klären Sie unbedingt ab, ob Ihre Krankenkasse dazu einen Zuschuss zahlt.

Gerbstoffe trocknen die Schweißbläschen aus

Geben Sie 5 EL Apfelessig, 1/2 Kappe Eichenrindenextrakt aus der Apotheke (z. B. Tannosynt® bzw. Tannolact®, 50 g 9,67 € bzw. 8,96 €) oder 1/4 l starken Salbeitee auf 5 l lauwarmes Wasser. Baden Sie Ihre Hände bzw. Füße ca. 10 Minuten in dieser Lösung und lassen Sie sie dann an der Luft trocknen, damit die Gerbstoffe einziehen können. Diese Bäder können Sie 2- bis 3-mal täglich wiederholen. Bereiten Sie jedoch jedes Mal ein frisches Bad zu.

„Natur und Gesundheit“ hilft Ihnen aber auch bei anderen Krankheiten. Gehören Sie zu den Menschen, die bei jedem Infekt gleich Fiebersenker nehmen? Dann wird Sie dies interessieren:

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten