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Juckende, schuppige Haut: So unterscheiden Sie Seborrhoe und Psoriasis

Seborrhoe

Sie ist auch als seborrhoische Dermatitis bezeichnet, ist eine Entzündung in den seborrhoischen“, das heißt den talgdrüsenreichen Arealen. Die Seborrhoe ist eine häufig vorkommende, normalerweise ungefährliche Hauterkrankung. Sie ist gekennzeichnet durch fettend schuppige, leicht gerötete und juckende Haut. In der Regel betroffen sind Kopfhaut, Nase, Augenbrauen, der Bereich hinter den Ohren und die Brust.

Seborrhoe ist häufig familiär vererbt und verursacht auf der Kopfhaut Schuppen und Juckreiz. Bei Kindern kann sie als verkrustete schuppige Kopfhaut auftreten. Die Behandlung von seborrhoischer Dermatitis kann grundsätzlich helfen, die Krankheit unter Kontrolle zu halten.

Gegen die Schuppen kann die tägliche Anwendung bestimmter Shampoos und vorsichtiges Spülen helfen. Ihr Arzt empfiehlt wahrscheinlich ein nicht verschreibungspflichtiges medizinisches Shampoo, das Ketoconazol, Teer, Zink (zinc pyrithionat), Selenium-Sulfid oder Salicylsäure enthält. Cremes oder Lösungen, die Hydrokortison enthalten, oder Ketoconazole-Cremes können zur Behandlung anderer betroffener Bereiche eingesetzt werden.

Psoriasis (Schuppenflechte)

ist ebenfalls eine häufig vorkommende Hauterkrankung. In einigen Fällen äußert sie sich als eher leichte Beeinträchtigung, während sie in anderen Fällen bis zur völligen Handlungsunfähigkeit führt. Psoriasis wirkt sich auf den Lebenszyklus der Hautzellen aus und führt zu einer schnellen Ansammlung von Zellen, die trockene, rote Hautmuster mit silbrigen Schuppen bilden.

Die Entzündung betrifft normalerweise die Ellbogen, Knie, den Rumpf und die Kopfhaut. Psoriasis neigt dazu, periodisch auszubrechen. Dann klingt sie für eine Weile ab, kommt jedoch fast immer wieder zurück. Die Unterscheidung zwischen Kopfhaut-Seborrhoe und Kopfhaut-Psoriasis ist schwierig. Manchmal überschneiden sich die Krankheitsbilder. Glücklicherweise erfordern beide eine ähnliche Behandlung. Wie bei der Seborrhoe nimmt man auch bei der Psoriasis an, dass sie eine genetische Erkrankung ist. Obwohl Psoriasis nicht heilbar ist, ist die Behandlung doch normalerweise sehr wirksam. Sie muss jedoch genau auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sein, insbesondere bei schwereren Fällen.

In leichteren Fällen können rezeptfreie Seifen, Shampoos oder Salben ausreichen. Andernfalls kann es erforderlich sein, verschreibungspflichtige Salben, Medikamente zum Einnehmen oder eine Lichttherapie anzuwenden.

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