MenüMenü

Der Kampf gegen Falten und Tränensäcke

Glücklicherweise müssen Sie sich beim Älterwerden nicht mit Falten abfinden. Es gibt eine Reihe von Behandlungen von Medikamenten bis zu ambulanten operativen Eingriffen. Diese helfen Ihnen dabei, die Zeichen des Alters zu minimieren.

Kein Sonnenschutz ist sicher

Hautkrebs ist gut heilbar. Trotzdem gilt: Lieber vorbeugen als behandeln! Die Möglichkeiten zur Vorbeugung erfordern das Tragen schützender Kleidung, sich nicht unnötig der Sonne auszusetzen und den Gebrauch einer starken Sonnencreme. Dadurch reduzieren Sie Falten, Altersflecken und schlaffe Haut als Folge von zu viel Sonne. Natürlich fällt es schwer, der Versuchung einer Sonnenbräune zu widerstehen. Denken Sie daran, dass es eine Kehrseite Ihrer Bräune gibt. Jede ungeschützte Minute in der Sonne vermehrt die Hautschäden und das Hautkrebsrisiko steigt.

Die folgenden Verfahren unterstützen Sie dabei, Falten zu reduzieren und die Haut zu verjüngen. In der Regel zahlen die Krankenversicherungen diese nicht. Sie müssen Sie eventuell wiederholen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Hautarzt oder plastischer Chirurg für diese Techniken ausgebildet ist und sie beherrscht.

Medikamente und Kosmetika

Menschen geben einiges für Medikamente und Kosmetika aus, um die Schäden der Licht-Alterung zu verlangsamen oder rückgängig zu machen. Nach solchen Produkten forschen Wissenschaftler weiterhin intensiv. Außer einer guten Sonnen- und Feuchtigkeitscreme für trockene Haut bewies lediglich das verschreibungspflichtige Mittel Renova eine faltenreduzierende Wirkung.

Im Folgenden finden Sie zunächst eine Aufstellung anderer erhältlicher Mittel gegen die Licht-Alterung. Die Sicherheit und Effektivität dieser Mittel werden derzeit begutachtet.

Alpha-Hydroxy-Säuren

Diese Fruchtsäuren in Reinigungslotionen und anderen Hautpflegemitteln verursachen eine leichte Ablösung der Hautoberfläche. Diesen Vorgang bezeichnet man als Exfoliation. Höhere Konzentrationen dieser Säuren verwenden Dermatologen häufig im „Mini-Peeling“ oder chemischen Peelings (Schälkuren). Nach Angaben der Hersteller glätten Alpha-Hydroxy-Säuren feine Runzeln und Falten. Jedoch führen die Produkte unter Umständen zu Hautreizungen und machen die Haut empfindlicher gegen Sonnenlicht.

Solche frei erhältlichen Alpha-Hydroxy-Säuren sind auf dem Etikett in der Regel als Milch- und Zuckersäuren aufgelistet. Sie sollten höchstens 10 Prozent dieser Säuren enthalten und ihr pH sollte mindestens auf 3,5 eingestellt sein. Je höher der pH-Wert, desto weniger Säure ist enthalten. Salicylsäure, ein anderes Peeling-Mittel, ruft vermutlich weniger Hautreizungen hervor und gilt als gleich wirkungsvoll.

Antioxidative Vitamine

Vorläufige Studien zeigen, dass eine lokale Anwendung von Antioxidantien wieVitamin C und E eventuell die Hautzellen vor ultraviolettem Licht schützt. Laboruntersuchungen lassen vermuten, dass Vitamin-C-haltige Salben die Zeichen des Alters reduzieren. Gleichzeitig regen sie die Produktion von Kollagen in der Haut an.

Bislang gibt es kaum Hinweise für die Annahme, dass direktes Auftragen dieser Vitamine auf die Haut sonnenbedingte Schäden verringert.

Lokales Östrogen

Einige kleine Studien zeigten, dass Östrogen bei Frauen die Zeichen des Alters reduziert, die aufgrund der Wechseljahre zu wenig Öströgen produzierten. Eine lokale Anwendung von Östrogen verstärkte die Kollagen-Produktion, verbesserte die Spannkraft und Feuchtigkeit der Haut und verringerte die Faltentiefe und Porengröße.

Diese Studien liefern vorläufige Ergebnisse und bedürfen einer Absicherung durch größere klinische Studien. Die Anwendung der Hormone ging bei einigen Teilnehmerinnen mit Brustbeschwerden einher.

Chemisches Peeling (Schälkur)

Bei diesem Verfahren benutzt Ihr Arzt eine Säure, die stärker als die in lokal anwendbaren Cremes ist. Die Säure (bevorzugt Tri-Chlor-Essigsäure) verätzt die obere Hautschicht. Diese schält sich ab („Peeling“), sodass neue glattere Haut nachwächst.

Die Haut ist zehn Tage lang mit Wundschorf bedeckt und für die nächsten drei Monate rosa getönt. In manchen Fällen bleiben kleine Narben zurück und Ihre Haut ist dauerhaft heller und empfindlicher gegen Sonnenbrand. Chemisches Peeling hinterlässt unter Umständen fleckige Haut bei Menschen mit dunklem Teint. 1992 warnte die FDA vor nicht-medizinischen Anwendungen von Peeling-Mitteln, deren Sicherheit und Wirksamkeit nicht belegt sei.

Unterspritzung von Gewebe und Dermabrasion (Abschleifkur)

Chirurgen spritzen Rinderkollagen oder Eigenfett von Bauch und Oberschenkel unter tiefe Gesichtsfalten. Das eingespritzte Kollagen glättet Falten und füllt Grübchen auf, die um Mund, Nase und zwischen Ihren Augenbrauen auftreten. Das Kollagen baut sich im Laufe der Monate zwar ab, regt aber eventuell den Körper zu neuer Kollagenproduktion an. Die Patienten wiederholen das Verfahren eventuell alle paar Monate. Injektionen mit Silikon sind abzulehnen.

Kleine Falten, Altersflecken und Narben kann man mit einem kleinen, rotierenden Schleifstein oder Diamant abschleifen. Wundschorf und Schwellungen halten im Allgemeinen einige Wochen an. Die vollständige Heilung dauert länger. Kosmetische OperationenDie traditionelle, plastische Gesichtschirurgie kann schlaffe Augenlider und Tränensäcke korrigieren, hängende Gesichtshaut straffen und eine zerfurchte Stirn glätten. Aber große Einschnitte können zu Narbenbildung und vorübergehender Taubheit durch eine Beeinträchtigung der Gesichtsnerven führen. Bei einem neuen Verfahren zum Beseitigen von Stirnfalten verwenden Ärzte ein Gerät, das nur kleine Einschnitte entlang des Haaransatzes erfordert. Diese Methode verursacht normalerweise höchstens geringe Narbenbildung oder Taubheit.

Oberflächenerneuerung mit Lasertherapie

Bei diesem Verfahren verdampft der behandelnde Dermatologe die dünne, geschädigte Außenschicht der Haut mit einem Laser. Darunterliegende Hautschichten schrumpfen zusammen und spannen die Haut.

Die Oberflächenerneuerung mit dem Laser funktioniert präziser als Dermabrasion und chemisches Peeling, aber bei einigen Patienten verzögerte sich die Heilung.

Methoden in der Entwicklung

Botox stellt eine gereinigte und abgeschwächte Form des gleichen Giftes dar, das bei einer bestimmten Fleischvergiftung (Botulismus) auftritt. Spritzt man es unter die Haut, lähmt oder schwächt das Gift vorübergehend kleine Gesichtsmuskeln. Auf diese Weise verringern sich Stirn-, Augen-, und Lachfalten. Diese Anwendung bedarf einer Wiederholung alle drei bis sechs Monate. Nebenwirkungen treten selten auf.

Bei einer anderen vielversprechenden Methode spritzt der Dermatologe kleine, synthetische Fasern in die Haut, um die Kollagenproduktion an dieser Stelle anzuregen. Bislang erhielt keine dieser Injektionsmethoden die Zulassung der FDA für kosmetische Zwecke. In Deutschland setzt man die Butox-Therapie vorbeugend bei Überaktivitäten der Kaumuskulatur ein.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten