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Grundlagenwissen zum Thema Neurodermitis

Neurodermitis (auch atopische Dermatitis oder endogenes Ekzem) beschreibt eine chronische entzündliche Hautkrankheit, die nicht ansteckend ist. Neurodermitis tritt schubweise auf. Sie ist nicht heilbar, man kann sie aber durch eine gezielte Behandlung in Schach halten.

Diagnose und Behandlung

Neurodermitis tritt oft schon bei Kleinkindern auf. Umwelteinflüsse sowie eine erbliche Veranlagung begünstigen den Ausbruch. Hauptsymptome einer Neurodermitis sind trockene, feuchtigkeitsarme Haut, die aufgrund eines Mangels an Hautfetten rau und schuppig ist. Ebenfalls dazu gehören eine gestörte Schweißbildung, Hautdurchblutung und Temperaturregelung, eine veränderte Besiedelung der Haut mit Mikroorganismen sowie oft quälender Juckreiz. Neurodermitis diagnostiziert man nach einer gründlichen Anamnese mit nachfolgender Untersuchung, oft in Kombination mit Hauttests und Blutuntersuchungen.

Neurodermitis therapiert man durch eine Kombination aus Basistherapie und Behandlung der Hautentzündung. Bei leichten Formen der Neurodermitis reicht eine äußere Behandlung der entzündeten Haut durch Salben und Lotionen aus. In schwereren Fällen ist eine medikamentöse Behandlung mittels Tabletten oder Infusionen notwendig. Eine frühzeitige und intensive Behandlung empfiehlt sich, um weitere Schübe einzudämmen. Verlässliche vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung einer Neurodermitis sind nicht bekannt, auch wenn man davon ausgeht, dass Stillen und die Vermeidung der Gabe von Kuheiweiß bei Säuglingen sich positiv auswirkt.

Linolsäure statt Kortison?

Juckende Hautekzeme muss man nicht unbedingt mit Kortisonsalbe behandeln. Darauf deuten die Ergebnisse der Universitäts-Hautklinik in Kiel hin. Professor Erhard Proksch präsentierte sie auf einer Fachtagung in München im Oktober 2006.

Die Wissenschaftler lösten bei 30 Testpersonen durch chemische Reize künstliche Hautekzeme aus. Unabhängig davon, ob die Testpersonen die betroffene Hautpartie mit einer Kortison- oder einer Linolsäure-Creme (z. B. Linola®) behandelten, gingen Rötung, Juckreiz und Hautbläschen in etwa gleich effektiv zurück. Sie sollten bei leichteren Beschwerden wegen der geringeren Gefahr von Nebenwirkungen die natürlichen essenziellen Fettsäuren bevorzugen.

Vorsicht bei Bufexamac!

Bei entzündlichen Hautreaktionen oder Hämorrhoiden achten Sie darauf, dass Ihr Arzt Ihnen keine Salbe mit dem Wirkstoff Bufexamac verordnet. Man pries ihn einst als Alternative zum Kortison an und setzte ihn sehr häufig ein. Allergologen hegen jedoch schon länger den Verdacht, dass er zu allergischen Reaktionen führt. Wie die Deutsche Medizinische Wochenschrift im Dezember 2005 schrieb, bewahrheiteten sich nun die schlimmsten Befürchtungen. Experten des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK), in dem sich 40 deutsche Hautkliniken zusammenschlossen, errechneten, dass jedes Jahr mehr als 6.000 Deutsche neu an einer Bufexamac-Allergie erkranken.

Das führt zu der absurden Situation, dass ein unwissender Arzt ein Ekzem ausgelöst durch Bufexamac mit eben diesem Wirkstoff behandelt. Enthalten ist dieser unter anderem in den Produkten Windol®, Durodermal®, Hämoratiopharm® oder Mastu®. Da die Wirksamkeit von Bufexamac ohnehin umstritten ist, verzichten Sie von vornherein auf diese Substanz verzichten.

Kapseln halten Ihre Haut jung

Gamma-Linolensäure (GLA) aus Nachtkerzenöl hilft nicht nur bei allergischen Hautekzemen wie Neurodermitis, sondern schützt auch diegesunde Haut gegen schädliche Umwelteinflüsse und Stress. Das berichtete die FachzeitschriftInternational Journal of Cosmetic Science im August 2005 unter Verweis auf eine Schweizer Untersuchung.

An dieser placebokontrollierten Doppelblindstudie hatten 40 Probanden im Durchschnittsalter von 44 Jahren teilgenommen. Sie nahmen täglich je 6 Kapseln à 500 mg Nachtkerzenöl ein. Nach zwölf Wochen verbesserten sich die Feuchtigkeit und Elastizität der Haut in der Nachtkerzenöl-Gruppe um bis zu 20 Prozent im Vergleich zu den Placebo-Probanden. Achten Sie beim Kauf von Nachtkerzenöl-Kapseln auf einen hohen Anteil an Gamma-Linolensäure, wie er etwa in Efamol® 500 oder Epogam® 500 enthalten ist. Der Monatsbedarf an hochwertigem Nachtkerzenöl kostet bis 40 Euro.

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