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Mückenstiche: Am besten vermeiden

Bestechend aktiv sind Mücken überwiegend in der Zeit zwischen der Abenddämmerung und dem Morgengrauen – an feuchtwarmen Tagen legen sie jedoch schon nachmittags los. Tagsüber halten sie sich meistens an schattigen, feuchten Orten wie beispielsweise Hecken und Gehölzstreifen oder auch im Haus versteckt. Besonders wenn Sie in der Nähe von (stehenden) Gewässern wohnen, arbeiten, spazierengehen oder Sport treiben, werden Sie häufiger als Ihnen lieb ist Bekanntschaft mit ihnen machen.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Mücken besonders gerne zustechen, wenn jemand süßes Blut hat. So ganz stimmt das nicht, denn die Wirklichkeit sieht ein bisschen anders aus: Mücken nutzen ein sehr komplexes Zusammenspiel aus Geruch, Wärme und Feuchtigkeit der Haut, um ein attraktives Ziel zu orten. So kann die Mücke eine mögliche Anzapfstelle nur dann erkennen, wenn die  Körpertemperatur von Mensch oder Tier zwischen 36,45 und 37,85 °C liegt. Je weiter Ihre eigene Temperatur davon entfernt ist, desto weniger anfällig sind Sie für Stiche. Übrigens, besonders gerne stechen Mücken Menschen mit dünner, gut durchbluteter Haut. Sie fliegen aber auch auf Fuß- und Schweißgeruch, der sich beim Schwitzen oder beim Sport besonders stark entwickelt. Den können Mücken schon in 20 Meter Entfernung wahrnehmen.

Sprühen Sie sich mit Schutzmitteln ein, bevor Sie nach draußen gehen oder spätestens wenn die Dämmerung einsetzt. Die heutigen Mückenmittel erzielen dabei gute Ergebnisse. Wählen Sie die sanftere Anti-Mücken-Alternative mit dem Wirkstoff Bayrepel (z. B. Autan), damit sind Sie bis zu 8 Stunden vor Stichen geschützt. Es gibt aber auch biologischen Antimückenschutz, das sind verschiedene Mischungen mit natürlichen ätherischen Ölen wie Johanniskrautöl – der Duft vertreibt lästige Insekten. Diese Schutzmittel sollten Sie vor allem abends auf die unbedeckten Hautstellen einreiben.

Das Jucken nach einem Stich deutet auf eine allergische Reaktion hin, die von den Einweißstoffen ausgelöst wird, die von der Stechmücke in die Saugstelle einspritzt wurden. Damit wird das Gerinnen des Blutes verhindert, damit die Mücke ungestört Nahrung zu sich nehmen kann. Oft bildet sich an der Einstichstelle auch noch für einige Stunden eine Quaddel. Diese Quaddeln entstehen nach dem Stich durch die Ausschüttung von körpereigenem Histamin, dem Stoff, der das Jucken auslöst. In der herkömmlichen Therapie stehen Salben mit synthetischen Antihistaminika zur Verfügung, die schwächen die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin ab, indem sie Histamin-Rezeptoren blockieren. So wird der Juckreiz unterdrückt. In der Apotheke erhalten Sie ebenfalls wirksame juckreizlindernde Salben, die einen leichten Kortisonzusatz enthalten. Einfacher geht es so: Legen Sie eine frische Scheibe Zwiebel oder Knoblauch auf den Stich. Der Inhaltsstoff Allicin wirkt entzündungshemmend und lindert den Juckreiz. Auch hier sehr hilfreich: Johanniskrautöl.

Zusätzlich sollten Sie darauf achten, in den Abendstunden lange Bekleidung zu tragen, damit die Haut bedeckt und somit besser vor einem Stich geschützt ist.Ziehen Sie deshalb festes Schuhwerk und dicke Socken an, wenn Sie nach draußen gehen. Nachts ist die einfachste, aber immer noch beste Variante um Insekten aus dem Schlafzimmer fernzuhalten, das normale Fliegengitter bzw. Moskitonetz, das im Baumarkt erhältlich ist.

 

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Alte Kommentare
  • Karsten Pühl schrieb am 08.07.2011, 06:21 Uhr

    Hallo!! Haben Sie es mal versucht Ihre freien Hautstellen mit einem Zweig Zitonenmelisse abzureiben? Aus meiner Erfahrung kann ich ihnen sagen, dass dies die Mücken bei einem abendlichen Terassenaufenthalt fernhält!! So kommt es erst gar nicht zu den juckenden Stichen..