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Meerwasser: Nicht heilsam für Wunden

Ist Meerwasser wirklich gut für offene Wunden? Das haben mich schon häufiger Patienten gefragt. Meine Antwort: Ein klares Nein! Meerwasser ist nicht gut für offene Wunden. Salzwasser hat keine – wie lange Zeit behauptet – desinfizierende Wirkung. Ganz im Gegenteil: Meerwasser kann Ihnen bei einer offenen Wunde sogar schaden.

Untersuchungen zeigten, dass beispielsweise die Wunden bei Tauchern sogar wesentlich schlechter heilen. Das ist auch naheliegend, denn im Meerwasser tummeln sich unzählige Bakterien und andere Mikroorganismen, die wir mit dem bloßen Auge nicht erkennen können.

Gelangen sie in Ihre Wunde, kann es zu einer Infektion kommen. Das verläuft manchmal gar nicht so glimpflich und der Urlaub könnte damit gelaufen sein. Hinzu kommt: Mit einer offenen Wunde in Meerwasser zu baden kann wirklich abscheulich brennen! Natürlich ist bekannt, dass das Baden im Toten Meer (oder im handelsüblichen Toten-Meer-Salz) Neurodermitis-Patienten guttun kann, aber auch sie sollten niemals mit einer offenen Wunde baden gehen.

Warten Sie lieber einen Tag länger, bis die Wunde geschlossen ist und sich im Heilungsprozess befindet. Oder benutzen Sie ein wasserdichtes Pflaster, das Sie nach dem Baden allerdings wieder gegen ein normales tauschen sollten. Dann können Sie ohne Sorgen baden.

 

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Prof. DHfPG Dr. Thomas Wessinghage
Über den Autor Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage ist Prorektor für Hochschulentwicklung und Transfer an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in […]

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